Alle Jahre wieder zieht es zahlreiche Besucher zum Calvörder Weihnachtsmarkt, der zum Advent gehört wie der Kranz. Und alle Jahre wieder erstrahlen die Lichter des Tannenbaumes auf dem Markt und das Kreuz im Turm der Sankt-Georg-Kirche als Zeichen der Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Calvörde l Der Marktplatz ist kaum wiederzuerkennen, denn das Herz von Calvörde hat sich in der Regie des Vereins der Selbständigen in ein gemütliches Weihnachtsdorf verwandelt. Der Duft von Weihnachten liegt in der Luft und die Menschen lassen sich anstecken von der besinnlichen Stimmung. Die Leute der Region treffen sich und halten ein Schwätzchen. In der Kirche eröffnet die Chorgemeinschaft "Harmonie" Calvörde das Treiben im Advent. Sängerin Christa Merker, die auch die Vorsitzende des Heimatvereins ist, begrüßt die Gäste mit gereimten Versen: "Nun sind endlich wieder Calvördes Straßen geschmückt, der tolle Tannenbaum von Familie Dietz ist mit Lichtern bestückt. Der Baum gibt dem Marktplatz ein weihnachtliches Flair, lockt große und kleine Leute zum Anschauen her."

Auch Calvördes Pfarrer Jürgen Dittrich heißt die Besucher zum Einläuten der Adventszeit im Gotteshaus willkommen. "Als Johann Hinrich Wichern vor etwa 150 Jahren zum ersten Mal einen Adventskranz aufstellte, hat er es sich wohl nicht träumen lassen, dass seine Idee so viel Anklang finden würde", sagt Dittrich. Dabei sei der Adventskranz eine zweischneidige Sache. "Wir haben den gleichen Kranz auf dem Friedhof und im Advent. Der Kranz ist das Zeichen des immer währenden Grüns und der Hoffnung. Der Kranz wird auf dem Friedhof mit Blumen geschmückt, dass jemand blühen möge - über seinen Tod hinaus. Das Licht auf dem Adventskranz zeigt uns den Weg zur Weihnacht hin", erklärt der Pfarrer und dankt dem Chor unter der Leitung von Anne-Marie Krause für die die Treue und für das Engagement.

Heidemarie Schweickert, Vorsitzende der Gemeinschaft, animiert die Zuschauer zum Mitsingen. Sie begrüßt im Besonderen die einstigen Chormitglieder, die sich noch immer als textsicher erweisen. Dem ehemaligen Chorleiter Bodo Kretschel wünscht das Sängervolk Gesundheit.

Mit dem Lied "Engel haben Himmelslieder" verbreitet die singende Gemeinschaft Festtagsstimmung. Als Himmelsbote taucht dann auf dem Marktplatz der Weihnachtsmann auf. Von der Drehleiter des Feuerwehrfahrzeuges aus lässt der weitgereiste Rotkittel es Bonbons regnen.

Lkw-Anhänger als Bühne

Die Mädchen und Jungen stopfen sich die Taschen voll. Manche von ihnen sagen dem Bärtigen lange Gedichte auf, mit der Hoffnung, dass er am Heiligabend noch ein großes Geschenk bringt.

Die jungen Besucher stehen mit leuchtenden Augen vor der Bude mit Schmalzkuchen, Schokobananen und Leb- kuchenherzen. Das Karussell dreht munter mit seinen Fahrgästen seine Runden. Ein Lkw-Anhänger dient als Showbühne. Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte, die in Trägerschaft der Seniorenhilfe ist, zünden mit ihren Liedern und Gedichten das erste Lichtlein an. In der Schule backen die Schüler Waffeln und verkaufen Kuchen.

   

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