Die Stadt will im nächsten Jahr die Bahnhofstraße ausbauen. Voraussichtlich vom März bis Juni soll zunächst der Abschnitt zwischen Alstein- und Gerikestraße in Angriff genommen werden. Die Kosten werden auf rund 390 000 Euro geschätzt.

Haldensleben l Vor dem Bauausschuss stellte der zuständige Planer erste Details vor. Demnach hat der Abschnitt eine Länge von zirka 165 Metern. Dabei geht es sowohl um die Fahrbahn als auch um die Gehwege auf beiden Seiten. "Derzeit sind die Platten uneben, teilweise auch zerbrochen", erklärte Thorsten Ritter vom Haldensleber Bauplanungs- und Ingenieurbüro Ritter-Schaub-Wilke.

Deshalb solle für die Gehwege ein neues Plattenband verlegt werden. Zur Straße hin wird es zusätzlich durch einen Streifen Mosaiksteinpflaster abgegrenzt - so wie es bereits in der Alsteinstraße zu sehen ist. Die Straßenbeleuchtung soll ebenfalls erneuert werden. "Im Moment handelt es sich um typische DDR-Lampen", so Thorsten Ritter. Darüber hinaus stehen sie nur auf einer Seite der Bahnhofstraße. Künftig sollen auf beiden Seiten abwechselnd Lampen stehen. Dabei kommen laut dem Ingenieur die gleichen Modelle zum Einsatz, wie sie sich bereits in der Alstein- sowie in der Schulstraße finden. Die vorhandenen Bäume bleiben stehen. Es kommen sogar einige Neupflanzungen hinzu.

Stellflächen seien weiterhin neben der Fahrbahn auf der Nordseite der Straße vorgesehen. Dafür sollen farblich abgesetzte Parktaschen entstehen. Bei Bedarf sei es später ohne großen Aufwand möglich, zusätzliche Parkflächen auf der Südseite der Fahrbahn zu markieren. "Aber im Prinzip wollen wir den ruhenden Verkehr aus der Fahrbahn heraushalten", erläuterte Thorsten Ritter. Grund dafür sei vor allem das hohe Verkehrsaufkommen.

Weitere Überlegungen gab es hinsichtlich eines schmalen Streifens, der sich auf der Südseite der Straße befindet. Er verläuft zwischen dem Gehweg und den angrenzenden Gebäude. Dabei handelt es sich um Privatbesitz. "Der Platz wird derzeit teilweise zum Parken genutzt", informierte Thorsten Ritter. Hier wolle die Stadt die Eigentümer dazu anregen, eventuell Vorgärten anzulegen. Das teilte Holger Waldmann, Abteilungsleiter für Hoch- und Tiefbau im Stadtbauamt, mit.

Zwischen Juni und Oktober will die Stadt dann den zweiten Bauabschnitt in Angriff nehmen. Er reicht von der Gerikestraße bis zum Jungfernstieg. Hier ist laut Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann die Planung noch nicht ganz abgeschlossen. Für beide Bauabschnitte gibt es Gelder aus dem Förderprogramm Soziale Stadt. Außerdem sind laut Lutz Zimmermann auch die Stadtwerke Haldensleben an den Bauarbeiten beteiligt. Sie verlegen neue Gas- und Wasserleitungen.