Haldensleben (az) l Einmal selbst in die Rollen von Weihnachtsbäckern schlüpfen - diesen Wunsch hat sich eine Gruppe von Konfirmanden erfüllt. In Begleitung der beiden Pfarrer Matthias Simon und Jens Schmiedchen besuchten die zwölf Jugendlichen eine Haldensleber Bäckerei.

Mit Mehl, Backblechen und Ausstechformen versuchten sich die Konfirmanden an der Herstellung von Honigkuchen. Den Teig hatte Bäckermeister Andreas Nisar bereits vorbereitet. "Wir sind regelmäßig als Gruppe unterwegs, um Menschen in ihren Berufen kennenzulernen", erklärte Jens Schmiedchen. Auf diese Weise hatten die Jugendlichen unter anderem bereits Bürgermeister Norbert Eichler im Haldensleber Rathaus besucht. "Ein Besuch beim Bäcker lohnt sich eigentlich immer. Aber in der letzten Konfirmandenstunde vor Weihnachten bietet er sich besonders an", so Schmiedchen weiter. Gleichzeitig sei es wichtig herauszufinden, wie ein Bäcker arbeite und welche Abläufe hinter den Backwaren stecken. "Denn sonst kaufen die meisten die fertigen Produkte, ohne zu fragen, wo sie eigentlich herkommen", erläuterte der Pfarrer.

Gerade Honigkuchen seien dabei nicht nur lecker - auch für die Kirche hätten sie ihre Bedeutung. "Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit. Die Honigkuchen gab es, damit Kinder während dieser Tage nicht vom Fleisch fallen", erklärte Schmiedchen.

Über Nacht wurden die Honigkuchen der Konfirmanden zusammen mit anderen Produkten gebacken. Am nächsten Tag holte Jens Schmiedchen sie ab, um sie den Jugendlichen zu überreichen. "So können sie sie rechtzeitig zum Fest verschenken", sagte Schmiedchen.

Zur Gruppe gehörten sowohl Konfirmanden der St.-Marien- wie auch der Luther-Gemeinde. "In einer großen Gruppe macht es einfach mehr Spaß, außerdem müssten wir sonst alles doppelt machen. Die Jugendlichen kennen sich oft untereinander und denken nicht in den Einheiten von Gemeinden", so Jens Schmiedchen.

Ihren gemeinsamen, selbst gestalteten Vorstellungsgottesdienst feiern die Jugendlichen am 26. April.