Mit mehr als 800 Tieren haben Züchter am Wochenende eine große Vielfalt der Rassegeflügelzucht in der Schackensleber Prokon-Halle vorgestellt und die besten Zuchtleistungen prämiert. Die Ausstellung war wie in jedem Jahr wieder ein Anziehungspunkt für viele Besucher.

Schackensleben l Ein Anfang des Monats Januar ohne Rassegeflügelausstellung in Schackensleben ist undenkbar. Das weiß auch Ortsbürgermeister Dr. Ernst Daenecke, der selbst zu den Mitgliedern des Vereins gehört.

In seinem Grußwort im Katalog schrieb er in diesem Jahr: "Züchterfleiß, Liebe zum Tier und Begeisterung spiegeln sich in den besten herausgeputzten Tieren wider." Er sah in den jährlichen Besuchen mancher Besucher und der damit verbundenen Freude an der Vielfalt der vorgestellten Tiere auch Erinnerung an die eigene frühere Geflügelhaltung und die der Eltern und Großeltern. Damit verband er seinen Dank an die Züchter für die Weitergabe von Traditionen und die Pflege des Heimatbewusstsein.

92 Aussteller stellen mehr als 800 Tiere vor

Die Vielfalt der Tiere konnte sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. 92 Aussteller aus dem Schackensleber Verein und befreundeten Vereinen zeigten eine Kollektion von weit mehr als 800 Tieren - angefangen bei Böhmischen Gänsen über Hochbrutflugenten und Hühner der Rasse Chabo bis hin zu Thüringer Schildtauben. Die verschiedenen Farbenschläge unterstrichen die Vielfalt der ausgestellten Tiere noch deutlich.

Pressesprecher Tim Rätzel zeigte sich stellvertretend für etwa 50 Vereinsmitglieder sowohl mit der Tieranzahl als auch mit der Qualität zufrieden. Elf Preisrichter hatten bereits am Tag, bevor die Schau für die Öffentlichkeit geöffnet wurde, ganz Arbeit geleistet und ihr Urteil abgegeben. Allein 16 Mal das Urteil "vorzüglich" und 48 Mal das Prädikat "hervorragend" sprachen für die gute Qualität. Und auch die Jugend mischte beim Kampf um gute Bewertungen kräftig mit. Unter den 92 Ausstellern waren 15 Jugendliche, die sich mit der Präsentation von insgesamt 109 Tieren beteiligten.

Einfach ist es nicht, so eine Schau zu organisieren. Der Schackensleber Verein hat sich in diesmal zum 60. Mal der Herausforderung gestellt - und das trotz zusätzlicher Schwierigkeiten.

So wies der Vereinsvorsitzende Tino Hackfurth darauf hin, dass sich die Vereinsspitze erst im April des vergangenen Jahres neu aufgestellt hat und nun ihre erste Schau ausgerichtet hat. Außerdem hatte der Fuchs bei einigen Züchtern sein Unwesen getrieben und letztendlich kamen auch noch mitten in der Schausaison verschärfte Auflagen für Geflügelhalter, die mit der Vogelgrippe zusammenhängen.

Dennoch konnten die Schackensleber in ihrer Schau auf eine beachtliche Abteilung mit Groß- und Wassergeflügel verweisen. Allein über 104 Tiere waren hier zu sehen. Lob für die ansprechende Schau gab es nicht zuletzt auch von Dr. Hans-Joachim Krohm, Leiter des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachung beim Landkreis Börde. "Es ist sehr schön, dass die Wassergeflügelzüchter so schnell reagiert haben, um nicht nur ihre eigene Präsentation zu sichern, sondern auch die Präsentation des Vereins im Dorfleben zu unterstützen."

Stallpflicht sorgt für enorme Belastungen

Für die Halter bedeuten die Maßnahmen infolge der Vogelgrippe und die Stallpflicht enorme Belastungen. Jürgen Zimmermann vom Kreisverband der Rassegeflügelzüchter Ohrekreis schloss sich mit seiner Gratulation zu der hervorragenden Schau an.

Die Züchter freuten sich unterdessen auf eine schöne Schau, die auch ein bisschen Fachsimpeln unter Gleichgesinnten erlaubte. Ihr Dank galt der Gemeinde für die Bereitstellung der Halle sowie allen fleißigen Helfern.