Haldensleben l Mit Regina Blenkle hat die Freiwillige Unabhängige Wählergemeinschaft (FUWG) ihre Kandidatin für die Wahl zum Haldensleber Bürgermeister aufgestellt. Von den zwölf Wahlberechtigten stimmten am Donnerstagabend elf für eine Kandidatur der Haldensleberin, ein Stimmberechtigter enthielt sich. Blenkle war die einzige Kandidatin, die sich zur Wahl stellte.

Erfahrungen in der Politik hat die 53-Jährige im Landtag, im Kreistag und im Stadtrat sammeln können. Sie sieht ihre Hauptaufgabe als Bürgermeisterin in erster Linie darin, als Vermittlerin zwischen Bürger, Stadtrat, Stadtverwaltung und Institutionen aufzutreten. "Der Aufgabe, auch parteiübergreifend einen Konsens zu finden, sehe ich mich gewachsen", unterstreicht sie. Bürgernähe und Transparenz bei politischen Entscheidungen hat sie sich auf die Fahnen geschrieben.

"Das Gemeinwohl steht im Vordergrund, nicht das Amt", unterstreicht Blenkle. Sie setzt auf Authentizität, stehe für Schuldenfreiheit und Sparsamkeit. "Es gibt vieles, was ich als Frau anders machen würde als bisher. Aber ich lebe auch in dieser Stadt und habe daher ein Ohr für die Sorgen der Menschen."

Es ist bereits die zweite Kandidatur von Regina Blenkle für das Bürgermeisteramt. Bereits im Jahr 2008 trat sie an, musste sich aber dem späteren Sieger Norbert Eichler (CDU) als Zweitplatzierte mit 31,89 Prozent geschlagen geben. Auch wenn vor sieben Jahren nur ein knappes Drittel der 17 010 Wahlberechtigten aus Haldensleben und dem zu diesen Zeitpunkt noch vier Ortsteilen Hundisburg, Satuelle, Uthmöden und Wedringen an die Wahlurne traten, so konnte Regina Blenkle 1925 Stimmen auf sich vereinen.

Ob bei der diesjährigen Wahl am 19. April wieder ein Kandidat im ersten Anlauf die absolute Mehrheit erringt, bleibt abzuwarten. Denn Amtsinhaber Norbert Eichler tritt aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Derzeit haben mit Fabian Dammerau (parteilos), Henning Konrad Otto (parteilos) als Kandidat der CDU und Klaus Czernitzki (Die Linke) und Regina Blenkle (FUWG) ihre Kandidatur angekündigt. Die SPD wird am kommenden Montag ihren Kandidaten aufstellen.

Aus den Reihen der Piratenpartei wird es keinen Bewerber für das Haldensleber Bürgermeisteramt geben. Das bestätigte Holger Dragon vom Landes- und Kreisvorstand der Piraten. "Wir werden allerdings die Kandidatur von Regina Blenkle unterstützen und ihr im Wahlkampf zur Seite stehen", versichert er.