Haldensleben/Hillersleben l Ursprünglich wollte die Evangelische Sekundarschule im Februar von ihrem Ausweichdomizil in Hillersleben wieder nach Haldensleben umziehen. Doch die Bauarbeiten dauern noch an, so werden die Schüler erst zum Frühjahr in ihre moderne Schule am Süplinger Berg zurückkehren.

"Wir sehen das ganz entspannt", sagt Schulleiterin Pia Kampelmann. "Schließlich haben wir in Hillersleben gute Bedingungen, da kommt es nicht drauf an, wenn wir noch ein paar Wochen länger bleiben." Auf keinen Fall soll der Umzug in die Prüfungszeit fallen. "Diesen Stress wollen wir den Schülern ersparen", bekräftigt die Schulleiterin.

Es gäbe viele einzelne Dinge, die zum Zeitverzug geführt hätten, sagt sie. Die Schulleiterin sieht sich regelmäßig selbst auf der Baustelle am Waldring um, Techniklehrer Jörg Espe hält ansonsten den Kontakt und ist immer auf dem Laufenden. Beim jüngsten gemeinsamen Besuch im Um- und Ausbauhaus erfreuen sie sich besonders an der großen Mittelhalle, von der viele Funktionsräume ausgehen. Noch ist einiges zu tun im "Lebensraum Schule", wie beide das moderne Gebäude nach seiner Fertigstellung sehen. "Die Vorfreude ist groß", bekräftigen beide. "Aber wir ziehen wirklich erst ein, wenn wir keinen Baulärm mehr haben und alles fertig ist", versichert Pia Kampelmann nochmals. Noch geht es um die Halbjahreszeugnisse, doch die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr sind schon in vollem Gange. Bis zum 15. Februar können sich künftige Fünftklässler noch bewerben. In der Regel kommt die Hälfte der Schüler aus Haldensleben, die andere Hälfte kommt aus der näheren bis weiteren Umgebung. Für die 46 Plätze in den beiden neuen Klassen gibt es bereits 70 Bewerbungen. "Doch wir bleiben zweizügig", bekräftigt die Schulleiterin. Eltern und Kinder werden zu Gesprächen eingeladen, verschiedene Kriterien sind zu erfüllen, um aufgenommen zu werden. "Dabei geht es nicht primär um erreichte Noten", so Pia Kampelmann. Soziale Gesichtspunkte spielen eine Rolle, wenn zum Beispiel schon Geschwister an der Schule sind. Offenheit gegenüber der christlichen Kirche gehört dazu, dabei müssen die Schüler aber nicht konfessionell gebunden sein. Auch behinderte Schüler können aufgenommen werden, "wenn wir das leisten können", es gibt jedenfalls einen Fahrstuhl. Und aufs Sozial- und Lernverhalten schauen die Lehrer.

Die Kooperation mit den anderen Schulen sieht Pia Kampelmann als sehr angenehm, sie spricht von einem sehr kollegialen Miteinander.