"Gemeinsam unterwegs" waren in den vergangenen drei Tagen 17 Mädchen und Jungen bei den Behnsdorfer Kinderbibeltagen. Im Mittelpunkt stand eine Bibelgeschichte, die am Mittwochabend beim Abschlussgottesdienst aufgeführt wurde.

Behnsdorf l Drei spannende Ferientage erlebten 17 Mädchen und Jungen vom Grundschulalter bis zur 6. Klasse bis Mittwoch. Im Mittelpunkt stand das Thema "Gemeinsam unterwegs", beleuchtet von mehreren Seiten. Was heißt es eigentlich, gemeinsam unterwegs zu sein? Was nimmt man mit auf eine solche Reise? Was heißt es, in der Fremde, eben fremd, zu sein?

Anhand einer Geschichte aus der Bibel, die in Bethlehem beginnt, nach Moab im Nachbarland führt und schließlich wieder in Bethlehem endet, erzählten die Kinder von Not, Hunger, Aufbruch, Fremdsein, aber auch von Freundschaft und Treue.

Pfarrerin Esther Spenn verwies auf die Aktualität angesichts der aktuellen Ereignisse in Deutschland rund um die Asyldiskussion darauf, dass sich die Geschichte von Naomi schon lange vor der Zeit abspielte, als Jesus überhaupt geboren worden war.

So alt die Geschichte von Naomi und ihren Söhnen Machlon und Kiljon aus der Bibel auch ist, so aktuell wird sie gegenwärtig angesichts der Flüchtlingsströme aus den Kriegsherden dieser Welt.

Zu den Bibeltagen gehörte auch ein Kreativkurs. Pfarrerin Esther Spenn zeigte mehrere Schachteln und ein "Erinnerungsbüchlein" für die Schachtel. "Jeder hat Schachtel und Notizbuch individuell gestaltet, damit er auch eine Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit mit nach Haus nehmen kann", sagte die Pfarrerin. Mehrere Helfer aus ihren Konfirmandengruppen ab Klasse 7 standen ihr und Anett Hocke zur Seite.

Ein aufgemalter Koffer wurde mit allem gefüllt, was jeder Teilnehmer gern mit auf eine Reise nehmen würde, ein Stimmungsbarometer in Diagrammform beleuchtete den Inhalt der Geschichte sowie die Kinderbibeltage aus Sicht der Mädchen und Jungen selbst.

Gestaltet wurden nicht nur eine Arbeitswand mit allen Ergebnissen, sondern auch Fensterbilder auf Plastikscheiben. Eines zum Beispiel zeigt Naomi und Ruth.

In der Fremde nämlich lernen Naomi und ihre Söhne zwei junge Mädchen, Ruth und Orpa, kennen. Sie verlieben sich und heiraten, doch als die Söhne sterben, sind die Frauen ganz allein.

Naomi beschließt trotz guter Aufnahme im fremden Land, nach Bethlehem zurückzukehren, und ihre Schwiegertöchter wollen sie begleiten. Orpa jedoch zweifelt auf dem Weg und kehrt schließlich um. Ruth jedoch bleibt an der Seite ihrer Schwiegermutter: "Wo du hingehst, da will ich auch hingehen."

In Naomis Heimat schließlich trifft sie auf Boas, einen entfernten Verwandten von Naomi, der sie Heiratet, mit dem sie Sohn Obed bekommt und nun ist sie es, die in der Fremde ihr Glück gesucht und schließlich sogar gefunden hat.

Aber was heißt eigentlich "in der Fremde"? Sicher gibt es viele Fremde, auch bei uns, aber "sie warten nur darauf, freundlich aufgenommen zu werden", sagt er Erzähler zum Schluss der Geschichte.

Das Besondere an der Geschichte, die am Mittwochabend zum Abschluss der drei Tage in der Kirche aufgeführt wurde: Sie wurde als Schwarzlichtaufführung vorgestragen, das heißt, die Kinder spielten hinter einer Leinwand, die Figuren wurden mit Handpuppen dargestellt.

Colin aus der ersten Klasse war der jüngste Teilnehmer an den Kinderbibeltagen, Pascal mit 18 Jahren der älteste Helfer in er Gruppe, doch alle waren sich einig, dass es drei aufregende und abwechslungsreiche Tage geworden sind.