Die erfolgreiche Arbeit aus dem vorigen Jahr möchte die Niederndodeleber Feuerwehr weiter fortsetzen. Dabei warten schon bald auch Höhepunkte wie der 130.Geburtstag der Wehr und 25Jahre Partnerschaft mit der Feuerwehr Koldingen.

Niederndodeleben l "Wir sind für jeden Einsatz bereit und auch fachlich ausgebildet", versicherte Andreas Jürgens von der Niederndodeleber Feuerwehr dem Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Wehr. Der Ortbürgermeister hatte zuvor die größte Schwierigkeit des Ehrenamtes der Feuerwehrmänner und -frauen aufgezeigt: "Ein Leistungssportler weiß, was ihn erwartet, wenn er zum Wettkampf geht, ihr aber müsst von 0 auf 100 kommen, wenn das Alarmsignal geht, und das, ohne zu wissen, was euch erwartet."

Dass sie dazu in der Lage sind, haben die Mitglieder der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr auch bei 14 Einsätzen bewiesen. Wie Ortswehrleiter Stefan Libbe resümierte, gliederten die sich auf in acht Brände, fünf technische Hilfeleistungen und einen Fehlalarm. Gemeindewehrleiter Axel Klitschke weiß, dass die Kameraden in Niederndodeleben gut ausgebildet sind und deshalb vielleicht auch den einen oder anderen Einsatz mehr fahren könnten, aber die geografische Lage am Rand der Gemeinde Hohe Börde erlaubt es kaum, die Wehr nach Alarm- und Ausrückeordnung intensiver einzubinden.

Die Tageseinsatzbereitschaft bereitet wie vielen andere Feuerwehren auch den Kameraden aus Niederndodeleben Probleme. "Ein Fahrzeug bleibt dann meist in der Garage, aber das andere startet voll mit Atemschutzgeräteträgern", fasste Stefan Libbe zusammen. Er weiß, dass seine Wehr dieses Problem aber nicht allein lösen kann. Und auch, wenn er weiß, dass einige Schwierigkeiten haben, die Mindestzahl an Ausbildungsstunden zu absolvieren, so hat der Ortswehrleiter doch das Halten und Verbessern des Ausbildungsniveaus als Ziel für dieses Jahr festgeschrieben. Ebenso wollen die Kameraden bei der Sanierung des Gerätehauses kräftig mit anpacken.

Fest im Blick haben die Mitglieder der Niederndodeleber Feuerwehr inklusive der Alters- und Ehrenabteilung, der Kinder- und der Jugendfeuerwehr sowie des Fördervereins auch die erste Septemberwoche. Verschiedene Veranstaltungen fordern dabei die Unterstützung seitens der Wehr, andererseits haben die Brandschützer selbst Grund zum Feiern. Vom 1. bis 3.September lassen Schlepper und andere landwirtschaftliche Maschinen beim "Case-Tag" zum wiederholten Mal "die Börde beben", bevor am 5.September das Bördehoffest das Volk in den alten Ortskern von Schnarsleben (Niederndodeleben-Oberdorf) lockt. Einen Tag später gestaltet die Feuerwehr selbst den Abschluss der Veranstaltungswoche mit ihrem 130. Geburtstag. Die Planungen dafür haben begonnen.

Ein großes Stück dieser 130-jährigen Geschichte hat Herbert Blähs mitgeschrieben und auch mit dem Fotoapparat dokumentiert. Ihm wurde zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung eine besondere Ehre zuteil. Frank Alvermann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Ohrekreis, steckte ihm den Ehrenstern des Kreisfeuerwehrverbandes an die Brust, um so sein Engagement in den vergangenen Jahrzehnten zu würdigen. Damit war Herbert Blähs überhaupt der zweite im Gebiet des Kreisfeuerwehrverbandes, der diese Ehrung erhielt.

Zu den Meilensteinen in Herbert Blähs` Wirken gehört auch die Partnerschaft der Feuerwehren aus Niederndodeleben und dem niedersächsischen Koldingen. Diese ist vor 25 Jahren entstanden und wird, wie auch Hans-Heinrich Schnehage als Ortsbrandmeister der Feuerwehr Koldingen bestätigte, bis heute gelebt. Vorreiter dabei sind die Jugendfeuerwehren. So ist beispielsweise auch für dieses Jahr wieder ein gemeinsames Zeltlager geplant.

Doch auch außerhalb dieser Partnerschaft stellen sich die Niederndodeleber Kinder- und Jugendfeuerwehr als starke Truppen dar. Hatte die Jugendfeuerwehr zum Jahresende 13Mitglieder, so waren es bei der Kinderfeuerwehr 22. Engagierte Betreuer sorgen dafür, dass der Feuerwehrnachwuchs in seinen Ausbildungseinheiten viel Abwechslung erlebt.

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