Bebertal (car) l Wenn die Bebertaler Grundschule im Juni ihr 30-jähriges Bestehen feiert, soll sie nach Willen der Pädagogen und Eltern auch einen neuen Namen erhalten. In einem Schreiben an den Gemeinderat der Gemeinde Hohe Börde sowie den Ausschuss Jugend, Soziales, Kultur und Vereinspflege der Gemeinde hat Schulleiter Maik Preikschas begründet, dass der Name "Anna Seghers" nicht mehr zeitgemäß erscheint.

Demnach beherbergte das Schulhaus, als es im Jahre 1985 eröffnet wurde, Schüler der ersten bis zur zehnten Klasse. In den höheren Klassen habe Anna Seghers mit ihren Werken durchaus eine wichtige Rolle gespielt. Heute aber befindet sich in dem Schulhaus eine Grundschule, in der Kinder von der ersten bis vierten Klasse unterrichtet werden. "Die Werke der Anna Seghers sind für diese Schülerinnen und Schüler viel zu schwer und gedanklich, auf Grund der noch nicht entwickelten Reife, nicht zu verstehen", gibt Maik Preikschas in seinem Schreiben zu bedenken.

Interessierte Eltern, die sich im Förderverein der Schule engagieren, sowie die Lehrer der Schule haben deshalb nun über einen neuen Namen nachgedacht. Dieser sollte mehr auf die Region Bezug nehmen. Die Wahl fiel auf "Grundschule an den Wellenbergen".

Die Bebertaler Ortschaftsräte haben in ihrer Sitzung am Dienstag die beabsichtigte Namensänderung beraten. Die Entscheidung war nach einer Diskussion letztlich eindeutig. Sieben Räte stimmten für die Namensänderung, einer dagegen. Somit gab der Ortschaftsrat dem Gemeinderat die Empfehlung, dem Beschluss zur Namensänderung in seiner Sitzung am 21. April zuzustimmen. Zuvor soll die Beschlussvorlage auch noch im Hauptausschuss am 14. April diskutiert werden.