Haldensleben (az) l Mit 28 Jahren ist Fabian Damerau der jüngste Kandidat bei der anstehenden Bürgermeisterwahl. Bekannt ist er vor allem als einer der Organisatoren der Blade Biker Night. Künftig will sich der parteilose Einzelbewerber auch als Rathaus-Chef für die Stadt einsetzen. Fabian Damerau ist ausgebildeter Einzelhandelskaufmann. Derzeit befindet er sich jedoch auf dem Weg zum staatlich anerkannten Erzieher und arbeitet in der Kindertagesstätte Max Moritz. "Die pädagogische Arbeit macht mir sehr viel Spaß", verrät der Kandidat. Darüber hinaus liege ihm auch der Sport sehr am Herzen. So ist Fabian Damerau bereits seit 17 Jahren Mitglied beim HSV Haldensleben. Auch dort habe er sich bereits viel um die Jugendarbeit gekümmert. Bis zum Ende der letzten Saison spielte Dame- rau in der 1. Männermannschaft. Anschließend wechselte er in die 2. Männermannschaft. "Das habe ich bereits mit Blick auf eine mögliche Bürgermeisterschaft gemacht. Ich wollte nicht mitten in der Saison aufhören."

Fabian Damerau ist in Haldensleben geboren und aufgewachsen. Er lebt in einer festen Beziehung und hat keine Kinder. Selbst beschreibt er sich als "ordentlichen Menschen". "Darüber hinaus liebe ich die Herausforderung und schätze die Kunst des Wiederaufstehens", so der 28-Jährige. Auch Bürgernähe sei ihm ein besonderes Anliegen. "Durch den Handball sowie die Blade Biker Night kenne ich viele Menschen. Nur durch den Kontakt zu den Bürgern weiß man, wo es brennt oder was verbesserungswürdig ist."

Zu Fabian Dameraus politischen Zielen gehört es unter anderem, "die Hagenstraße für Kunden und Händler bunter und vielfältiger zu machen". "Man muss gemeinsam mit den Händlern ein Konzept erarbeiten, wie man die Leute in die Stadt locken kann."

"Den Tunnelbau am Bahnübergang Hagenstraße soll es bei mir nicht geben", stellt Damerau fest. "Es wäre fatal, Haldensleben dadurch dreizuteilen." Besonders wichtig sei ihm dagegen die Ortsumgehung Wedringen. "In diesem Zusammenhang sollte man zügig handeln und den Baubeginn erreichen. Die Anwohne leiden, vor allem durch den Schwerlastverkehr."

Das Altstadtfest muss in den Augen von Fabian Damerau überarbeitet werden. "Durch die Lotterie wird das Fest aufs Spiel gesetzt. Man fährt unkalkulierbare Verluste ein." Statt Geld in ein Auto als Hauptgewinn zu stecken, könne die Stadt eine Firma mit der Kassierung des Eintritts beauftragen. Darüber hinaus möchte Fabian Damerau, das "kulturelle Angebot für Jung und Alt erneuern". "Die Kulturfabrik ist schön, aber man geht dort nicht mit der Zeit." Davon abgesehen habe die Stadt ein Freibad "verdient und auch nötig." Auf eine politische Karriere kann Fabian Dameraus bislang nicht zurückblicken. "Viele sagen, ich sei zu jung, mir fehlten noch Lebens- und Verwaltungserfahrung. Aber keiner der Kandidaten weiß genau, was das Bürgermeisteramt für ihn mit sich bringt. Nur Herr Otto konnte schon einmal hineinschnuppern. Jeder muss in dieses Amt hineinwachsen und es ausfüllen", so Damerau.