Mit einem Tourismus- und Vermarktungskonzept soll der Drömling noch attraktiver werden. Die Gemeinde Calvörde hat einen Arbeitskreis gebildet, um durch das Leader-Programm an Fördermöglichkeiten zu kommen. Erste Anträge zur Verwirklichung von Projekten sind gestellt. Zum Ziel gehört auch die Entwicklung vom Grieps.

Calvörde l "Die Gemeinde Calvörde hat sich auf die Fahne geschrieben, das Lebensumfeld und die Lebensqualität zu verbessern. Dabei spielt der Drömling eine wichtige Rolle", sagte Gerhard Reinecke (CDU), Vorsitzender des Wirtschafts- und Umweltausschusses der Calvörder Gemeinde. Mit der Leader-Förderperiode, die von 2014 bis 2020 geht, gehört die Kommune der Lokalen Arbeitsgruppe "Rund um den Drömling" an. Im Rahmen des Förderprogrammes wolle die Gemeinde Calvörde -nach den Ausführungen von Reinecke - im Besonderen dem demographischen Wandel entgegenwirken.

Parallel dazu gibt es eine Initiative zur touristischen Erschließung des Drömlings. Gemeinsam mit der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, Hansestadt Gardelegen und der Stadt Klötze beteiligt sich die Gemeinde Calvörde an der Planung des Tourismusprojektes. "Mit der professionellen Unterstützung des Unternehmens, BTE Tourismus- und Regionalberatung, soll die touristische Vermarktung ins Rollen gebracht werden. In unserer Gemeinde sind dazu vier Arbeitskreise mit der Überschrift ,Calvörde das Tor des Ostens zum Drömling` ins Leben gerufen worden", erklärte der Ausschussvorsitzende, der auch den Vorsitz des Arbeitskreises hat. Die vier Kreise wirken erstens zum Thema "Wandern im Drömling und die weitere Erschließung von Radfahr- und Wanderwegen", zweitens "Kultur- und besondere Orte in der Region", drittens "Hotel, Gaststätten und Pensionen" sowie viertens die "Weitere Entwicklung des Calvördes Griepses".

"Da sich die Arbeitskreise vom BTE ähneln, haben wir beschlossen, dass sich die Mitglieder unserer Arbeitskreise dort integrieren. Nachdem es erste Aktivitäten aus den anderen Arbeitskreisen zu verzeichnen gibt, werden wir demnächst zusammen kommen, um die Auswertungen vorzunehmen", beschrieb Reinecke. Die Ergebnisse, die im Rahmen des Konzeptes theoretisch entstehen, sollen als Grundlage für die praktische Arbeit der Leader-Arbeitsgruppe als Projekt, das eventuell gefördert wird, dienen. Erste konkrete Vorhaben seien beantragt. "Zum Beispiel ist die weitere Entwicklung vom Grieps ein Projekt. Mit der Verpachtung der Gaststätte hatten wir in den letzten 20 Jahren sehr negative Erfahrungen mit einzelnen Pächtern gemacht. Aber allein die Gaststätte wieder zum Leben zu erwecken, reicht nicht aus. Wir haben neben der Gaststätte als einen der Pfeiler auch den Sportboothafen sowie im Bereich vom Grieps den Fußballplatz und das Reitstadion", beschrieb der Vorsitzende. Im Rahmen der aktuellen Initiative und des Förderprogrammes soll eine kurzfristige und auch eine langfristige Vernetzung hergestellt werden. "Der Grieps sollte vielleicht wieder mit Bürgerhausfunktionen gestaltet werden. Das heißt, dass man die Gaststätte auch für Familienfeiern mieten kann. Dazu muss natürlich ein vernünftiger Pächter her. Um das Objekt für einen Pächter interessanter und die Pläne finanzierbar zu machen, muss ein Netzwerk geschaffen werden", erklärte Reinecke.