Uthmöden l Wie löscht man mit möglichst wenig Wasser einen Wald- oder Flächenbrand? Dieser Aufgabe stellten sich am Wochenende Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Haldensleben und deren Kollegen aus den Ortsteilwehren. Auf dem Gelände der ehemaligen Kartoffelsortieranlage in Uthmöden hatten sich die Ausbilder diesmal Verstärkung mit ins Boot geholt. Mitglieder des Vereins "@fire" waren in den Haldensleber Ortsteil gekommen, um den Kameraden allerlei Tricks und Kniffe beizubringen.

Und die Einsatzkräfte von "@fire" wissen wovon sie reden. Regelmäßig sind sie selbst in Katastrophengebieten der ganzen Welt im Einsatz. Einer von ihnen ist Hugo Tripp. Der Student aus Clausthal-Zellerfeld war vergangenes Jahr bei Waldbränden in Portugal im Einsatz. Seit 2001 gibt es den Verein, der sich speziell mit der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden sowie der Bergung von Erdbebenopfern beschäftigt. Deutschlandweit engagieren sich mehr als 200 Mitstreiter ehrenamtlich bei "@fire". Auch nach dem verheerenden Erdbeben, das vergangene Woche Nepal erschüttert hat, sind Kameraden im Einsatz. "Oftmals hat man bei solchen Vegetationsbränden gar nicht genug Löschwasser zur Verfügung, so dass man probieren muss, mit möglichst wenig Wasser gegen das Feuer zu arbeiten", erklärte Hugo Tripp bei der Ausbildung in Uthmöden. "Wenn wir dem Feuer den Brennstoff entziehen, kann es sich auch nicht weiter ausbreiten", so Hugo Tripp weiter. Deswegen übten die Feuerwehrleute zunächst, wie man mit der Hilfe von Feuerpatschen, Äxten, Schaufeln und Hacken einen Brandherd isolieren kann.

Dann wurde es aber ernst auf dem Ausbildungsgelände. Mehrere riesige Strohballen wurden großzügig ausgerollt und schließlich entzündet. Ein Hunderte Quadratmeter großer Flächenbrand wurde so absichtlich entfacht und die Haldensleber Kameraden mussten zeigen, was sie gelernt hatten. Doch schnell bekamen sie die Flammen in den Griff und fühlen sich jetzt auf derartige Gefahrensituationen gut vorbereitet.

Weitere Informationen unter www.at-fire.de

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