Im Vorfeld der Stichwahl zum Haldensleber Stadtoberhaupt hat die Volksstimme den beiden Kandidaten Regina Blenkle (FUWG) und Henning Konrad Otto (parteilos, für die CDU) sechs Fragen gestellt. Heute antworten sie auf die Frage: "Was wollen Sie als Bürgermeister als erstes umsetzen?".

Regina Blenkle: Ich wünsche mir, dass die Haldensleber auf ihre Stadt stolz sind und hier gern arbeiten und leben. Bürger, Verwaltung, Stadtrat und Bürgermeisterin sollen sich als gleichwertige Partner verstehen, An meinen ersten Arbeitstagen möchte ich alle Beschäftigten der Stadt persönlich an ihren Arbeitsplätzen besuchen. Die Fraktions- und den Stadtratsvorsitzenden werde ich zu gemeinsamen Gesprächen einladen. Ich werde einen Bürgerentscheid zum Tunnelbau in Haldensleben anregen und unterstützen. Wedringen benötigt dringend eine Ortsumgehung, da müssen wir gemeinsam mit Bund und Land eine schnelle Zwischenfinanzierung organisieren. In Haldensleben und allen Ortsteilen werden Baugrundstücke benötigt, deshalb werden die Bebauungspläne von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Bürgern überarbeitet. Regelmäßig werde ich die Unternehmer- und Händlerstammtische besuchen, um neue Ideen für unsere Stadt zu finden und umzusetzen. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen viele gute Gründe haben, um hier zu bleiben. Dazu werde ich zu einer Ideenkonferenz einladen und zusammen mit ihnen ihre Ideen und Anregungen umsetzen. Wichtig ist es mir, mehr Verantwortung in die Ortsteile zu geben, um so die Ortschaftsräte zu stärken. Ich werde mich in allen Ortsteilen im Rahmen einer Bürgerversammlung vorstellen. Persönlich möchte ich so bürgernah bleiben, wie ich das bisher gewesen bin. Ich möchte weiterhin auf der Straße viele Gespräche führen, dass ich stets weiß, welche Sorgen und Probleme sie haben.

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Henning Konrad Otto: Das Drängendste ist für mich, dass in Althaldensleben die Vorhaben zügig umgesetzt werden, die im Handlungskonzept für den Stadtteil vor zwei Jahren mit den Bürgern erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen worden sind. Althaldensleben leidet darunter, bis vor zwei Jahren weder von den Städtebau- noch von den ländlichen Förderprogrammen profitiert haben zu können. Mit der Aufnahme in das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" durch das Land besteht nun die Chance, den Stadtteil nach vorne zu bringen. Diese Chance müssen wir nutzen. Im öffentlichen Raum haben wir mit dem Spielplatz am "Kamp" im vergangenen Jahr bereits begonnen. Außerdem möchte ich die Hauptveranstaltung zur 1050-Jahr-Feier der Stadt im nächsten Jahr am Standort der ehemaligen Burg, dem Ursprung Haldenslebens, stattfinden lassen. Dafür bleibt auch noch einiges zu tun, vor allem die Neugestaltung des "Lindenplatzes". Zugleich muss die Kita "Regenbogen" mit "STARK-III"-Mitteln endlich saniert werden. Wegen der zahlreichen privaten Vorhaben, die im Handlungskonzept benannt sind, werde ich alle Akteure dabei unterstützen, diese auch wirklich umzusetzen. Wir können gemeinsam bis 2020 entweder sechs Millionen Euro in Althaldensleben sinnvoll einsetzen oder die Fördermittel teilweise verfallen lassen, wenn einzelne Vorhabenträger untätig bleiben. Letzteres darf nicht passieren.

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