#NULL#Die Erarbeitung einer einheitlichen Friedhofsgebührensatzung für die Gemeinde Flechtingen streben die Mitglieder des Gemeinderates an. Aus diesem Grund diskutierten sie in ihrer jüngsten Sitzung erstmals auch über mögliche Gebühren.

Flechtingen. Eine Grundlage für die künftige Friedhofsgebührensatzung für die Orte Behnsdorf, Belsdorf, Böddensell, Flechtingen, Hasselburg und Lemsell der Mitgliedsgemeinde hatte die Verwaltung bereits erarbeitet, doch das sollte für die Gemeinderäte lediglich eine Richtschnur der Diskussion sein.

Bürgermeister Dr. Dieter Schwarz lehnte sich auch an die Weferlinger Friedhofsgebührensatzung an, die seit dem 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten war.

Einen Diskussionsschwerpunkt des Abends bildete die Frage, ob denn vor allem Wasserkosten in die einmalige Gebühr eingerechnet werden sollten oder jährlich neu zu entrichten seien.

Während sich der Belsdorfer Uwe Müller für einen jährlichen Beitrag aussprach, meinte der Flechtinger Matthias Wiegel, dass der Aufwand dann viel zu hoch sei. Es sei ohnehin schon schwierig, Angehörige ausfindig zu machen, wenn zum Beispiel die Liegezeit zu Ende sei.

Die Liegezeiten sollen für Grabstellen 25 Jahren und für Urnenstellen 20 Jahre betragen.

Um kostenneutral zu arbeiten, wozu die Gemeinde im Friedhofswesen angehalten sei, hatte die Verwaltung die Vorschläge entsprechend ausgearbeitet. Doch während einige Summen den Ratsmitgliedern zu hoch erschienen, waren andere recht niedrig angesetzt. Darum versuchen sie, einen Mittelweg zu finden.

Vorschläge kommen jetzt in einen Beschluss

So soll ein Einzelgrab mit einer Liegezeit von 25 Jahren künftig 300 Euro, ein Doppelgrab 500 Euro kosten. Ein Einzel-Urnengrab wurde mit 200 Euro, eine Doppelstelle mit 300 Euro vorgeschlagen. Festgelegt wurden die Gebühren für die Nutzung der Trauerhallen, anonyme Bestattungen, Urnenumbettungen und die Beräumung von Grabstellen.

Alle Vorschläge sollen nun in einem Entwurfs-Beschluss zusammengefasst werden und dem Rat dann nochmals zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Über den kleinen Friedhof in Lemsell wurde in diesem Zusammenhang gesondert diskutiert. In 20 Jahren hatte es dort gerade mal sieben Beerdigungen gegeben, meinte der Bürgermeister. Zu diskutieren sei, ob nicht künftig eine Neubelegung vermieden werden soll, um den Pflegeaufwand zu minimieren. Der Friedhof solle zwar erhalten bleiben, auf ihm sollten aber keine Beerdigungen oder Beisetzungen mehr stattfinden.

Dieser Vorschlag des Bürgermeisters wurde nicht weiter vertieft, soll aber in einer der künftigen Ratssitzungen noch einmal auf die Tagesordnung.