Mehr als ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Gemeindegebietsreform hat sich der Ordnungsausschuss des Stadtrates einen Überblick über die Organisation des Wirtschaftshofes verschafft. Die Gemeindearbeiter der Einheitsgemeinde und saisonale Helfer kommen im Nord- und Südbereich mit der ländlichen Struktur gut zurecht. Gegenseitige Hilfen sind selbstverständlich.

Oebisfelde-Weferlingen. Über den Stand der Dinge beim Wirtschaftshof der Stadt Oebisfelde-Weferlingen informierte sich während der jüngsten Sitzung der Ordnungs- ausschuss des Stadtrates.

Alles in allem bescheinigte Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer dem Wirtschaftshof eine gute und effiziente Arbeit, trotz des großen Gebietes der Einheitsgemeinde, das seit dem 1. Januar 2010 gemeinsam betrieben werden müsse.

Probleme gibt es im Bereich des Einsatzes des Radladers, der aufgrund seines Alters nur noch bedingt einsetzbar ist, wie Detlef Meyer im Weferlinger Rathaus betonte. Als Lastenkran sei er zwar noch bedingt einsetzbar, sonst aber nicht mehr geeignet. Es werde dringend auf eine Ersatzbeschaffung gewartet, die mit dem jetzt durch den Stadtrat bestätigten Haushaltsplan auf den Weg gebracht werden kann.

"Wir haben Kräfte ausgewählt, die wir kennen und denen wir vertrauen"

Zwölf Aushilfskräfte hat die Stadt über den Wirtschaftshof seit dem 1. März für 30 Stunden/Woche zusätzlich im Einsatz. "Wir haben Kräfte ausgewählt, die wir kennen und schätzen, denen wir vertrauen", sagte Detlef Meyer.

Dazu kämen insbesondere für die Grünflächenarbeiten 16 Ein-Euro-Jobber im Weferlinger und 15 im Oebisfelder Bereich, wobei Oebisfelde noch nicht bis auf den letzten Arbeiter gefüllt sei. Diese Kräfte würden über die ABS Klötze in der Stadt tätig. "Sie sind uns eine große Hilfe, besonders wenn es mit der Grünperiode richtig losgeht", betonte der Ordnungsamtsleiter angesichts der großen Fläche des Einheitsgemeindegebietes.

Es gebe auch gute Erfahrungen mit dem Wirtschaftshof und den Gemeindearbeitern. Gemeinsame Aufgaben können auch gemeinsam gelöst werden, zum Beispiel wenn ein Kettensägespezialist für Baumfällungen benötigt werde.

Die Verwaltung sei bemüht, ständig Schulungen für die Gemeindearbeiter anzubieten, so zum Beispiel im Bereich Baumschnitt, wo gerade zwei Kollegen vorgesehen seien.

Was noch ausstünde und auch noch nicht angepackt wurde, erklärte Detlef Meyer auf Anfrage der Ausschussvorsitzenden Heide Schüler (Die Linke), sei die Frage eines Standortes im südlichen Bereich der Einheitsgemeinde. Eine koordinierende Stelle im Weferlinger Raum sei in jedem Fall von Vorteil. Sie habe jedoch noch keine Priorität gehabt, weil bislang wichtigere Dinge angepackt und gelöst werden mussten.