Der Endspurt an den Außenanlagen in der "Neuen Dorfmitte" und das Ringen um sichere Straßenüberquerungen an der Neuen Straße prägen zurzeit das Geschehen im Zentrum von Hermsdorf. Die Volksstimme hakte im Bauamt der Hohen Börde und beim Hermsdorfer Ortsbürgermeister Dieter Dähnhardt nach und fragte nach dem Stand der Dinge.

Hermsdorf. Die "Neue Dorfmitte Hermsdorf" mit neuer Kindertagesstätte und modernem Mehr-Generationen-Haus ist seit Wochen eröffnet. Offen geblieben war bisher die Fertigstellung der Außenanlagen. Schuld daran war der lange Winter.

Nun ist der Frühling da und die Arbeiten in den Außenbereichen des großzügigen Geländes laufen auf vollen Touren. Schwerpunkt der Arbeiten ist zurzeit die Pflasterung des repräsentativen Eingangsbereiches an der Kirchstraße 3 a. Dieser Eingang dient fortan als Feuerwehrzufahrt und Hauptzuwegung für alle Gebäude: die Schule, den Hort, die Kita, den Jugendklub und das Mehr-Generationenhaus.

Dieser Bereich wird komplett gepflastert. Außerdem werden die Außenspielgeräte in vollem Umfang montiert. Auch eine Doppelgarage als Unterstellmöglichkeit für mobiles Außenspielzeug wie Roller, Kipper oder Dreiräder wird errichtet.

Darüber hinaus werden die Außenanlagen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, Gleiches gilt für einen kleinen Lärmschutzwall an der Neuen Straße. Auch neuer Rasen wird angesät, doch der braucht Zeit zum Wachsen. Um den kleinsten Kindergartenkindern schon früher das Herumtollen und Spielen im Grünen zu ermöglichen, verlegt die Gemeinde vor den Krippenräumen auf 150 Quadratmetern Rollrasen.

Nichts Neues gibt es hingegen in Sachen Fußgängerüberweg an der Neuen Straße von der Südseite in Richtung Kita/Schule.

Ortschaftsrat hätte gern eine Ampel

Der Hermsdorfer Ortschaftsrat hätte dort am liebsten eine Ampel, doch die kostet bis zu 30 000 Euro. Laut Angaben von Ortsbürgermeister Dieter Dähnhardt hat es bereits Termine mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Börde und der Kreisverkehrswacht an Ort und Stelle gegeben. "Konkrete Ergebnisse habe ich aber noch nicht gehört", sagte Dähnhardt gestern. Ein Fußgängerüberweg wiege die Kinder Dähnhardts Einschätzung nach bei der Straßenüberquerung zu sehr in Sicherheit. "Kinder können die Geschwindigkeit von Autos nur schwer einschätzen." Deshalb wolle die Ortschaft am liebsten eine Ampel. Als kleinsten Schritt fordert die Ortschaft eine Verlängerung der Tempo-30-Zone an der Neuen Straße.

Darüber hinaus hat Hermsdorf die Einrichtung von Haltemöglichkeiten für Elternautos an den Garagen in Höhe der Bushaltestelle nicht aus den Augen verloren. "Frühmorgens, wenn die Kinder zur Schule und in den Kindergarten gebracht werden, herrscht Chaos in der Kirchstraße. Wir wollen diese Lage entspannen und zusätzliche Haltemöglichkeiten an der Neuen Straße schaffen - in welcher Bauausführung auch immer", erklärte der Hermsdorfer Ortsbürgermeister.

Noch keine Lösung an der Neuen Straße

Gegen eine grundhafte Pflastervariante hat die Kommunalaufsicht des Landkreises wegen der Haushaltslage der Gemeinde Hohe Börde bereits Bedenken angemeldet. Dähnhardt ist zu Kompromissen bereit. "Das muss ja kein Dauerparkplatz sein, es geht uns um Kurz-Haltmöglichkeiten, für die sich meiner Einschätzung nach auch Lösungen finden lassen."