Bebertal. Ein elektronischer Mahner soll in den kommenden Monaten potenzielle Raser an der Friedensstraße (Bundesstraße B 245) an die gefahrene Geschwindigkeit erinnern. Gestern weihte die Ortschaft den "wandernden Geschwindigkeitsmesser" - im Fachjargon: Radardisplay - an der Einmündung "Am Drei" ein. Leihgeber ist die Zuckerfabrik Klein Wanzleben, ein Unternehmen der Nordzucker AG.

Der zunehmende Durchgangsverkehr an der Bundesstraße in Bebertal sorgt seit Jahrzehnten für Unmut bei den Dorfbewohnern. Zwar ist der Bau der ersehnten Ortsumgehungsstraße in Aussicht (Volksstimme berichtet demnächst), aber noch ist die Ortschaft in Sachen Lärmschutz und Sicherheit - vor allem für Fußgänger und insbesondere für Kinder - auf flankierende Maßnahmen angewiesen.

Deshalb hatte der ortsansässige Landwirt Torsten Schmidt, gleichzeitig Mitglied im Bebertaler Ortschaftsrat, Kontakt zur Klein Wanzleber Zuckerfabrik aufgenommen. "Wir arbeiten eng mit ¿Agrartransporte Haldensleben\' und Landwirten aus der Region zusammen", berichtete Markus Schröder, der gemeinsam mit dem gestern ebenfalls anwesenden Axel Schönecker verantwortlich für das Rübenmanagement der Zuckerfabrik ist.

In den kommenden drei Monaten soll das mobile Tempomessgerät "Am Drei" stehen, anschließend will der Bebertaler Ortschaftsrat die Effekte auswerten und gegebenenfalls das Gerät umsetzen. "Mögliche Standorte sind der Ortsteil Dönstedt (in Richtung Alvensleben) sowie das Gänsetor (aus Richtung A 2)", erklärte der stellvertretende Ortsbürgermeister Christian Zielasko. Ortsbürgermeister Tilman Müller verspricht sich Einiges: "So eine Tempo-Anzeige ist zwar nur ein moralischer Appell zum Maß-Halten, aber jeder Autofahrer weiß aus eigener Erfahrung, dass man automatisch das Tempo drosselt, wenn die Anzeige blinkt."