Zum ersten Mal lud die Arbeitsgruppe Friedhof alle Weferlinger zu einem Arbeitseinsatz auf dem Friedhof ein. Mit der Resonanz konnten die Organisatoren zufrieden sein.

Weferlingen. Praktisch überall war Bewegung auf dem Weferlinger Friedhof, als am Sonnabend die Mitglieder der Arbeitsgruppe Friedhof zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen hatte. Jahrelang hatte die Natur Zeit, sich zum größten Teil ungehindert auf dem Friedhof auszubreiten.

Seit die Stadt Oebisfelde-Weferlingen den Friedhof im Januar übernommen hatte, hat sich bereits viel getan, doch noch mehr Arbeit steht vor den Weferlingen. Die Gemeindearbeiter haben sehr gute Vorarbeit geleistet.

Rund 30 Frauen und Männer packten nun am Sonnabend mit an, um vor allem alte, nicht mehr bewirtschaftete Grabstellen zu beräumen.

"Wir sind froh, dass so viele Weferlinger unserem Aufruf gefolgt sind", sagte Werner Thieme von der Arbeitsgruppe. Während die Männer hauptsächlich im vorderen Teil Wurzelwerk ausgruben und Borde freilegten, hatten sich die Frauen mehr in den hinteren Teil des Friedhofes begeben, um dort ebenfalls alte Gräber zu beseitigen.

"Von den Borden werden wir nur noch sehr wenige wiederverwenden können", meinte Werner Thieme. Der Rest müsse als Bauschutt abtransportiert werden. Sowohl Beton- als auch Natursteinborde wurden ausgegraben, doch viele davon waren bereits kaputt oder brachen beim Herausholen aus dem Erdreich.

Nicht der letzte Einsatz auf dem Gelände

Mit einem Radlader wurde unterdessen auch der Komposthaufen umgesetzt. Der soll künftig nämlich nicht mehr so im Blickfeld sein, wenn man den Friedhof von der Geschwister-Scholl-Straße aus betritt. Er erhält einen Platz, der nicht so zentral liegt.

Dass die Frauen zwischendurch mit heißen Kaffee und Wasser für eine Verschnaufpause sorgten, war für sie selbstverständlich. Wer arbeitet, hat sich schließlich auch mal eine Pause verdient, meinten sie, während der Kaffee in Pappbechern gereicht wurde. "Die hat die DRK-Ortsgruppe spendiert", meinte Christa Körtge schmunzelnd.

"Für die tolle Resonanz möchten wir uns ganz herzlich bei den Weferlingern bedanken", sagte Werner Thieme stellvertretend für die Arbeitsgruppe. "Das zeigt uns, dass wir mit unserem Bemühen um den Friedhof richtig liegen."

Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor der Gruppe. Darum ist Werner Thieme auch überzeugt davon, dass es noch weitere Einsätze geben wird, bei denen ebenfalls das Engagement der Weferlinger gefragt ist, der nächste wohl im Herbst.

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