Das Informationshaus der Naturparkverwaltung Drömling in Kämkerhorst gibt es seit elf Jahren. Am Sonnabend wurde die umgestaltete Ausstellung eröffnet. Zu den neuen Attraktionen gehören eine begehbare Biberburg und ein künstliches Moor.

Kämkerhorst/Mannhausen. Im Rahmen der Eröffnung der Saison im Naturpark Drömling wurde am Sonnabendnachmittag die neu gestaltete Ausstellung im Informationshaus vorgestellt. "Ich freue mich, dass so viele Menschen heute hier nach Kämkerhorst gekommen sind", sagte Fred Braumann, Leiter des Naturparks. Er begrüßte im Besonderen Silke Wolf, Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen, und Konrad Fuchs, der Bürgermeister der Stadt Gardelegen. "Eine tierische Veranstaltung", feixte Herr Fuchs und zwinkerte Frau Wolf zu. Außerdem hieß Braumann Kai-Michael Neubüser, Ortsbürgermeister in Mieste und Wolfgang Lindner, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Calvörde, sowie Brigitte Giggel vom Fremdenverkehrsverein Mieste willkommen. Der Naturparkleiter bedankte sich bei allen Unternehmen und Personen, die bei der Umgestaltung der Ausstellung mitgewirkt hatten.

"Man muss die Leute immer wieder mit neuen Attraktionen anlocken. Das war auch der Ursprungsgedanke, die Ausstellung umzugestalten. Dazu kam, dass wir über die Jahre ganz schön viele Ausstellungsstücke gesammelt hatten", sagte Braumann und erklärte: "Wir haben uns bei der Umgestaltung auf ein klares Konzept geeinigt."

Seit Oktober 2010 liefen die Arbeiten im Haus, das 1791 als Grabenmeisterei gebaut wurde. "Der letzte Pinselstrich wurde erst gestern vollzogen", verriet der Leiter und führte durch die Räume. "Dieses Dach einer Kolonie soll die Tierwelt im Drömling symbolisieren", beschrieb er und zeigte auf die präparierten Störche, Sperlinge und Fledermäuse. Während der Führung zählte Braumann alle handwerklichen Arbeiten und die Firmen auf, die die Ideen umsetzten und dankte ihnen.

Ganz neu ist auch der Fußboden, der mit Farben und Formen die verschiedenen Naturräume im Drömling darstellen soll. Auch die Anzahl der Präparate wurde reduziert, um die Säugetiere der Ausstellung besser zur Geltung kommen zu lassen.

Waschbär, Mink, Rotfuchs, Marderhund und Dachs gesellten sich zueinander, während auf der gegenüber liegenden Seite der Shopbereich zu finden ist. Dort werden der Regionalkorb und dessen Produkte angepriesen. Außerdem gibt es Bücher und Radwanderkarten vom Land das tausend Gräben zu kaufen. Groß ist die Vielfalt der Informationsbroschüren, die jeder Besucher kostenfrei mitnehmen kann. Gemeinsam mit den Juniorrangern führte Braumann auch das künstlich angelegte Moor in der Ausstellung vor.

Besonders beliebt bei den Kindern scheint der begehbare Biberbau zu sein, den die Mitarbeiter des Parks gemeinsam mit den Praktikanten und den jungen Leuten im Freiwilligen Ökologischen Jahr gebaut hatten.

Melvin Schulz aus Mieste, der zu den Juniorrangern gehört, wagte es als einer der ersten Gäste den Bau zu besuchen. Auf Knien krabbelte der Neunjährige in den Tunnel. Kaum war er im Bau, ging dort mit Hilfe eines Bewegungsmelders ein Licht an. So konnte der Junge dem Biber, der dort versteckt auf die Besucher wartet, in die Augen und auf die großen Zähne schauen.

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