Drei Tage vollgepackt mit anspruchsvollen Prüfungen für Fahrsportler liegen hinter dem Reit- und Fahrverein St. Georg, Ausrichter der Bülstringer Fahrsporttage. Lokalmatador Fritz Schlubeck konnte sich bei sechs Prüfungen im Gelände und in der Dressur in unterschiedlichen Klassen ganz vorn platzieren.

Bülstringen. 120 Fahrer und Reiter aus Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Sachsen verwandelten Bülstringen zum Saisonauftakt in ein Mekka des Fahr- und Reitsports. Damit zählt das Turnier zu den größten Einspänner-Turnieren in Mitteldeutschland. Wochenlang hatten die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins St. Georg an den Vorbereitungen für diesen für viele ersten Wettkampf des Jahres gearbeitet. Ein gewaltiger Kraftakt, den die Vereinsmitglieder da zu stemmen hatten. Doch das erste Mai-Wochenende gehört traditionell vor allem dem Fahrsport in Bülstringen.

Um so eine Großveranstaltung durchführen zu können benötigt der Reit- und Fahrverein St. Georg Bülstringen viele Förderer. In diesem Jahr konnte die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt als Sponsor gewonnen werden. "Dafür möchte sich der Verein ganz herzlich bedanken. Diese Unterstützung hat uns einen großen Schritt voran gebracht, denn um den hohen Anforderungen des Fahrsports gerecht zu werden, mussten zwei Fahrhindernisse ganz neu errichtet werden", so Jens Guderian vom Vorstand des ausrichtenden Vereins. Der Winter hatte auch auf der Reitanlage des Reiterhofes Schlubeck seine Spuren hinterlassen, die es im Vorfeld zu beseitigen galt.

Insbesondere die Fahrprüfungen der Kombinierten Prüfung fielen vielfältig aus, denn sie stellen in den Einzelprüfungen Dressur-, Gelände- und Hindernisfahren hohe Ansprüche an die Gespannfahrer und ihre Tiere. Besonders in den Prüfungen der gehobenen Klasse M zählten die Organisatoren viele Teilnehmer aus anderen Bundesländern.

Einer, der den Bülstringer Pferdesportlern schon seit Jahren die Treue hält, ist Ralf Geisthardt. Als Mitglied des Landtages und Präsident des Kreissportbundes übernahm er nicht nur einen Teil der Gratulationen, sondern kümmerte sich während des gesamten Turniers ehrenamtlich um die medizinische Betreuung. Zur Siegerehrung einiger Fahrprüfungen stellte sich auch der Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, am Sonntag auf dem Turniergelände ein. Er nahm auf der Kutsche von Fritz Schlubeck Platz, um die Einfahrt- und die anschließende Ehrenrunde mitzufahren.

"Die Besucher waren zahlreich und interessiert, die Turnierteilnehmer sehr zufrieden, die Sieger glücklich, die Turnierhelfer erschöpft, und die human- und veterinärmedizinischen Einsatzkräfte blieben glücklicherweise arbeitslos. Also eine rundum erfolgreiche Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein", resümierte Christin Schlubeck vom gastgebenden Verein. Und warum war die 15-fache Landesmeisterin in diesem Jahr nicht selbst auf dem Bock? Die Frage beantwortet sie schmunzelnd: Sie trägt nämlich ein süßes Geheimnis unter ihrem Herzen und hat deshalb in diesem Jahr auf eine Teilnahme verzichtet.

Umso erfolgreiche schnitt ihr Vater, Fritz Schlubeck, ab. Der 30-fache Landesmeister im Fahrsport holte sich mehrfach den Sieg oder platzierte sich auf den vorderen Rängen.

(Ergebnisübersicht folgt).