Hundisburg (cl). Sechs Jahre ist es her, dass man erstmals daran dachte, den Schackensleber Weg in der Ortschaft Hundisburg auszubauen. Damals wurde das Vorhaben zurückgestellt. Im Rahmen der Ortsteilspaziergänge kam die Sprache nun erneut auf die Straße, deren Zustand und wie man diesen ändern könnte. Deshalb waren die Anlieger kürzlich in den Saal der "Räuberhöhle" geladen, wo ihnen Vertreter der Stadt und des Planungsbüros mehrere Ausbauvarianten vorstellten.

"Die Straße liegt im südlichen Ortskern von Hundisburg und endet im ländlichen Wegebausystem", erklärte Torsten Ritter. Die Ausbaufläche würde gut 300 Meter betragen. Der Planer stellte zwei Varianten vor, wie man den Schackensleber Weg erneuern könnte. Eine der Lösungen sieht eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter vor, davon sind vier Meter für die Fahrbahn vorgesehen sowie ein überfahrbarer Seitenstreifen von 1,50 Meter. Die Trennung erfolgt durch einen Rundbord. Außerdem sei die Erneuerung der Beleuchtung vorgesehen.

Variante zwei sei eine abgespecktere, um die Kosten zu minimieren. "Die Straße würde zu einer Mischverkehrsfläche und 50 Zentimeter schmaler", machte der Planer deutlich. Begegnungsverkehr sei möglich. Im Zuge des Ausbaus würde man alle Zufahrten in Natursteinpflaster herstellen sowie Beleuchtung errichten. Außerdem wolle man versuchen, gleichzeitig eine Erdverkabelung der Freileitungen vorzunehmen.

Als Monique Fabian, Leiterin der Abteilung Bauverwaltung bei der Stadt Haldensleben, zu den möglichen Straßenausbaubeiträgen sprach, schlug ihr schon erster Gegenwind aus den Reihen der Zuhörer entgegen. Sie machte eine Beispielrechnung für ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück mit einem Vollgeschoss auf. Bei angenommenen Baukosten von 10 000 Euro kämen auf die Anwohner 1148,24 Euro zu. Die Mitarbeiterin der Stadt zeigte anhand einer Tabelle mögliche Ausbaukosten für beide Varianten. "Wir brauchen die Straße nicht, keiner hier will sie", rief ein Anwohner dazwischen. Dann kochten die Emotionen noch etwas höher. Man solle sich doch erst um die Hauptstraße kümmern, die sollte schließlich ein Aushängeschild der Ortschaft sein, war nur eines der Argumente.

Dr. Otto Harms versuchte, den Anwesenden zu erklären, wieso der Ortsrat Stadt und Planer um die Informationsveranstaltung gebeten hatte. Er versicherte aber, dass man nicht gegen den Willen der Bürger entscheiden würde. Und da Anlieger lautstark verkündeten, dass sie den Ausbau nicht wünschen, ging man mit dieser Meinungsfeststellung auseinander.