Havelberg l Punkt 0 Uhr klirrten gestern in der Havelberger Rettungswache der Johanniter Unfall-Hilfe die Sektgläser. Die fünf Männer, die hier Dienst verrichteten - Wache-Leiter Horst Habel, Tom Läning, Andreas Schulz, Stefan Skibbe und Michael Dittel -, wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen, gemeinsam auf das neue Jahr 2014 anzustoßen. Mit alkoholfreiem Sekt selbstverständlich. Denn schließlich konnte jederzeit ein Alarm zum Notfalleinsatz rufen.

"Darauf, dass es für uns auch in den nächsten Jahren an diesem Ort noch weiter geht", erhob Horst Habel mit seinen Kollegen das Glas. "Das ist nach dem Umzug unserer Rettungswache im Jahr 2013 vom Obergeschoss dieses Hauses in größere, schöne Räumlichkeiten im Erdgeschoss das Allerwichtigste." Dieser Wunsch für 2014 hat einen Hintergrund: Nach sechs Jahren erfolgt in diesem Jahr nämlich wieder die Neuausschreibung für die Vergabe des Rettungsdienstes im Landkreis. Die Johanniter hoffen verständlicherweise darauf, dass am Ende die Vergabe wieder zu ihren Gunsten ausfällt. Aber es kann auch alles anders kommen...

Pfannkuchen eingekauft

Am Silvestertag war der Dienst für die Rettungskräfte der Wache alles andere als ruhig. Bei der Schichtübernahme um 7 Uhr früh standen von 0 Uhr an bereits zwei Einsätze im Protokoll, bis zum späten Abend musste der Rettungswagen dann noch weitere fünfmal mit Sondersignal ausrücken. Alle diese Notfälle ergaben sich allerdings aus gesundheitlichen Problemen von Patienten und standen nicht im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel.

Dennoch war dieser letzte Arbeitstag im Jahr keiner wie jeder andere in der Wache, sondern forderte seine Besonderheiten. "Unser Essen haben wir uns heute alle gemeinsam zubereitet, jeder hat dafür etwas mitgebracht", ist zu erfahren. Auch Pfannkuchen, eine Tradition zu Silvester, wurden eingekauft.

Ruhiger Start ins Jahr 2014

Der Start ins neue Jahr verlief für die Silvester-Neujahrs-Schicht dann ruhiger als erwartet. Bis zu ihrer Ablösung um 7 Uhr erfolgte keine Alarmierung mehr. Was die fünf Rettungskräfte natürlich sehr froh stimmte.