Abgebrannt ist in der Nacht zu gestern ein Gebäude im Schönhauser Gewerbegebiet. Sechs Feuerwehren waren im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Gebäude zu verhindern.

Schönhausen l Um 2.01 Uhr schlagen die "Pieper" der Schönhauser und Fischbecker Feuerwehrleute Alarm: Brand im Schönhauser Gewerbegebiet. Bemerkt worden war er zufällig von der Bundespolizei, die auf der B107 am Gewerbegebiet vorbeifuhr. Die Fischbecker sind als Erste am Einsatzort, kurz darauf die Schönhauser. Es brennt an zwei Stellen im Gebäude. Das war in den 90er Jahren als Küchenstudio gebaut worden, stand dann leer und diente einem Viehhändler vom Hohengöhrener Damm für die Aufbereitung von Fleisch, zuletzt war das Objekt wieder ungenutzt. Der Besitzer befindet sich im Urlaub.

Mit Wasser aus den Tankern starten die Kameraden den Erstangriff, von mehreren Löschwasserbrunnen werden Schlauchleitungen aufgebaut. Nur unter schwerem Atemschutz können sich die Einsatzkräfte dem Feuer nähern, so stark qualmt es. Die Tangermünder Wehr mit der Drehleiter wird angefordert, um der Flammen Herr zu werden. Auch die Hohengöhrener, Stendaler und Milterner Kameraden rücken an. Insgesamt sind 70 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen vor Ort, auch Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich. Sogar aus der Schulstraße wird eine lange Schlauchleitung aufgebaut. Die Polizei leitet den Verkehr während der vierstündigen Sperrung der B107 über die Kabelitzer Straße um. Auch wenn das Gebäude nicht mehr zu retten ist, schaffen es die Einsatzkräfte, ein Übergreifen auf andere nahe Hallen zu verhindern. Gegen 4.30 Uhr ist die Gefahr gebannt.

In der Gewerbehalle befanden sich unter anderem eine Verpackungsmaschine, ein fest eingebauter Räucherofen und Mobiliar. Der Schaden wird auf 300000 Euro geschätzt. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt, die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Mit Strom war die Halle nicht mehr versorgt.

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