Mit einem noch am Abend des Feiertages aufgestellten Bauzaun wurde die Brandruine im Schönhauser Gewerbegebiet gesichert.

Schönhausen l Denn Zutritt hat hier vorerst nur die Kripo. Die war am Montag und auch gestern vor Ort, um festzustellen, wie das Feuer in der Nacht zu Montag gegen 2 Uhr entstanden ist. Es hat in der ehemaligen Fleischerei einen Schaden von geschätzten 300000 Euro angerichtet. Die bereits vor Ort von der Feuerwehr geäußerte Vermutung, dass es sich um Brandstiftung handelt, bestätigte sich, hieß es gestern Abend aus der Pressestelle der Polizei in Stendal. Es wird gegen Unbekannt ermittelt.



Am Montagnachmittag musste die Schönhauser Wehr noch einmal ausrücken, um Glutnester in der Ruine abzulöschen.

Schlauchleitungen auf über zwei Kilometern

Zu den insgesamt 70 Einsatzkräften in der Nacht hatten 16 Schönhauser, neun Fischbecker und sieben Hohengöhrener Feuerwehrleute gehört. Die Einsatzleitung hatte Karin Grothe inne, da der Schönhauser Wehrleiter Karl-Heinz Pick zur Nachtschicht in Arneburg war. Insgesamt wurden 105 Druckschläuche auf einer Länge von 2100 Metern verlegt, mit vier Strahlrohren wurde Wasser auf die brennende Halle gepumpt. Die Löschwasserentnahme erfolgte aus den drei Flachspiegelbrunnen im Gewerbegebiet mittels der Tragkraftspritzen der hiesigen Wehren, die Tangermünder holten zudem Wasser aus der Schulstraße.

Die erst ein Jahr alte Fahrzeugpflegehalle der Behindertenwerkstatt befindet sich mit nur fünf Metern Abstand in unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt. Bei der ersten Begutachtung wurde festgestellt, dass sich die Lüftungsklappen durch die enorme Hitze verzogen und sich Blasen an der Fassade gebildet haben. Gestern wurde nach weiteren Schäden gesucht, "aber glücklicherweise nichts gefunden", ist die Leiterin der Behindertenwerkstatt, Claudia Heuser, sehr froh, dass man so glimpflich davongekommen ist.