Schönhausen l Der Dezember ist der erste Wintermonat und die Landwirte sehnten auch in früheren Jahren in Erwartung einer guten Ernte Schnee und Frost herbei. Das wird auch in Weisheiten ausgedrückt: "Soll der Dezember den Bauern erfreuen, so muss er kalt und schneereich sein". Oder "Dezember kalt mit Schnee, tut dem Ungeziefer weh". Doch die Realität sieht oft anders aus. Auch 2013. Von der erhofften weißen Pracht zu Weihnachten war nichts zu sehen. Die Felder und Wiesen erstrahlten in tiefstem Grün und die Temperaturen stiegen in den zweistelligen Bereich. Eine Weisheit sagt: "Grünen am Christtag Feld und Wiesen, wird sie zu Ostern Frost verschließen". Statt: "Wenn man den Dezember soll loben, muss er frieren und toben" war es mild und ruhig - bis auf das Orkantief "Xaver", das am 5. Dezember Europa erreichte und mit schwerem Sturm und Regen in abgeschwächter Form über das Elbe-Havel-Land hinweggezogen ist, ohne größere Schäden anzurichten.

Leicht gefroren hatte es in sieben Nächten, wobei wir mit 2 Grad Frost am 14. Dezember die kälteste Nacht hatten. Die Sonne zeigte sich an neun Tagen, der Höchstwert wurde am 24. Dezember mit elf Grad gemessen. Die Niederschlagsmenge kam über zehn Tage verteilt auf 41 Liter pro Quadratmeter. Die Elbe hatte am 30. Dezember einen Stand von 2,85 Metern, vor einem Jahr waren es 5,01 Meter.

Vor einem Jahr war es ähnlich mild

Anfang Dezember 2012 hatte Frost eingesetzt und in den folgenden Tagen fiel der erste Schnee. Am 9. und 10. gab es Dauerschneefall und in der Folge eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke. Doch Tauwetter und Regen ließen die weiße Pracht bis Heiligabend verschwinden. Die Sonne schien an sechs Tagen und mit neun Grad war der 25. Dezember der wärmste des Monats.

Es gab insgesamt zehn Eistage und am 8. Dezember hatten wir mit minus 13 Grad Celsius die kälteste Nacht. Die Niederschlagsmenge lag verteilt auf Schnee und Regen bei 69 Litern.