Garz besitzt nicht nur eine Kirche, die ihresgleichen sucht, jetzt kann die Ortschaft auch noch mit einem Kulturstall aufwarten. Der Havelhöfe-Verein hat noch einiges vor.

Garz l "Mitmachen statt meckern" - dieser Titel einer MDR-Fernsehreihe treffe voll auf Garz zu, lobte Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski bei der Einweihung des "Kulturstalls" (wir berichteten). Die Größe eines Ortes sei nicht entscheidend, wichtig sei das Engagement seiner Bewohner.

Geführte Spaziergänge

Er verwies auf einen Hamburger, welcher nach der Wende die Gegend toll fand, aber nicht herziehen wollte. Die Garzer haben viele gute Ideen und setzen sie auch um. Dieses Dorf werde Zukunft haben, meinte er mit Blick auf den gleichnamigen Wettbewerb.

So will denn Vereinsvorsitzender Joachim Klose auch eine weitere Idee zur Buga in die Tat umsetzen: In Garz könnte ein interner Wettbewerb um den schönsten Garten stattfinden - egal ob Bauern-, Arznei- oder Ziergarten. Auch Vorhandenes kann dazu weiterentwickelt werden.

Der Verein will für den Wettbewerb Geld bereitstellen, auch Sponsoren könnten sich beteiligen. Eine Jury soll dann die Sieger küren. Diese sollten im Gegenzug ihre Gärten den Buga-Besuchern öffnen. Auch gibt es zur Buga schon eine Initiative mit geführten Spaziergängen durch die umliegenden Dörfer, vielleicht kann Garz sich beteiligen.

Das Hauptbetätigungsfeld der Kulturscheune dürfte indes auf einem anderen Gebiet liegen: Hier sollen Interessenten aus Nah und Fern an Kursen und Workshops teilnehmen oder Konzerte aufgeführt werden. Einer, der ganz neu zu den Kursangeboten hinzukam, ist der Percussionist Marcel van Cleef. Er lud gleich zum Schnupperkurs an den Cajóns ein, das sind aus Peru stammende Kistentrommeln. Alsbald erklangen aus dem Zimmer im Obergeschoss laute Trommelklänge.

Nebenan zeigte Filzerin Natascha K. Cronacher ihre Waren, Rainer Wittenburg saß am Spinnrad und Barbara Winkelmann stellte ihre Gemälde vor - sie alle stehen für künftige Kurse zur Verfügung.

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