831 Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr haben Vollzugsbeamte des Havelberger Ordnungsamtes im Vorjahr geahndet. Die daraus resultierenden Ordnungsgelder belaufen sich auf eine Gesamtsumme von über 10000 Euro.

Havelberg l Die meisten Ordnungswidrigkeiten auf einen Schlag sind in der Zeit des Havelberger Marktspektakels Anfang September im Mühlenholz erfasst worden. "Den Schwerpunkt bildete hier der mit einem Halteverbot ausgewiesene Schleusenweg. Mit insgesamt 177 Falschparkern war er zeitweise von beiden Seiten regelrecht zugestellt und somit als wichtiger Rettungsweg verbaut", berichtet Silke Lisges vom Havelberger Ordnungsamt. 41 Parkverstöße gab es zu dieser Zeit in der Elbstraße. Da der Pferdemarkt im Vorjahr offiziell abgesagt worden war, hatte ein privater Veranstalter die Marktflächen angepachtet.

Stadtinsel ist Schwerpunktbereich

In den anderen Bereichen der Hansestadt ist die Stadtinsel - über das ganze Jahr gesehen - wieder der Hauptbereich für Parkverstöße gewesen. In 105 Fällen konnten die Vollzugsbeamten des Ordnungsamtes auf dem Kirchplatz keinen oder keinen gültigen Parkschein in der Frontscheibe von parkenden Pkw feststellen. Ein Delikt, für das der Fahrzeugführer mit einem im Vergleich zum Beispiel zu Halteverboten noch relativ niedrigen Ordnungsgeld belangt wird. Oftmals ist der Aufwand, das Geld von dem Bestraften auch wirklich zu erhalten, größer als der Nutzen, den es für die Stadtkasse bringt.

In parkscheinpflichtigen und anderen Bereichen wie der Langen Straße (91 Mal), auf dem Markt (132 Mal - doppelt soviel wie im Jahr 2012), in der Fischerstraße (59 Mal), der Steinstraße (23 Mal), der Uferstraße (21 Mal), der Scabellstraße (28 Mal) oder der Mühlenstraße (38 Mal) wurden ebenfalls recht viele Verwarnungen hinter die Scheibenwischer von Pkw geklemmt.

Immer wieder taucht im Zusammenhang mit dem Lösen von Parkscheinen auch die Frage auf, wie man sich verhalten soll, wenn ein Parkscheinautomat mal seinen Dienst versagt? "Wenn das wirklich der Fall sein sollte, erkennen die Vollzugsbeamten auch eine im Auto gut sichtbar ausgelegte Parkscheibe für eine Parkdauer von zwei Stunden an", erklärt Silke Lisges.

In zwei Straßen gilt nur der Bewohnerausweis

Im oberen Stadtgebiet halten sich die Verstöße in Grenzen. Wie bereits im Jahr 2012 führt der Lindenweg hier mit zehn Feststellungen die Statistik an - vor allem betraf das Fahrzeugführer, die an heißen Tagen das Schwimmbad besuchten und ihren fahrbaren Untersatz in diesem Bereich nicht an den dafür vorgesehenen Plätzen abstellten.

Eine besondere Regelung, auf die die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes an dieser Stelle noch einmal hinweisen möchte, gilt für die Steinstraße und die Fischerstraße. Hier dürfen nämlich nur Bewohner mit einem entsprechenden Parkausweis ihre Autos abstellen. Parkscheine und Parkscheiben werden hier nicht akzeptiert.

Kostenfreies Parken ist auf der Stadtinsel übrigens auch möglich: in der Uferstraße und auf dem Parkplatz hinter der Rossmann-Filiale.