Die Silvesternacht war auffallend ruhig. Ob Polizei, Feuerwehrleute oder Rettungskräfte – sie hatten zum Jahreswechsel nur wenig zu tun. Es gab zum Glück keine Brände oder schwere Unfälle. Auf dem Domplatz begrüßten zahlreiche Havelberger und Gäste das neue Jahr 2011 nach dem Orgelkonzert und schauten sich, zur Stadtinsel blickend, das Feuerwerk an.

Havelberg. "Auffallend ruhig" war die letzte Nacht des Jahres 2010 aus Sicht der Rettungskräfte. Im Havelberger Krankenhaus wurden in der Silvesternacht zwei Patienten aufgenommen, die die Johanniter dorthin transportierten. Davon war ein Patient gestürzt. Verbrennungen, wie es sie sonst zu Silvester immer mal wieder zu behandeln gibt, gab es dieses Mal keine. Einige Patienten mussten jedoch den Jahreswechsel im Krankenhaus verbringen. Gestern kümmerten sich Ärzte und Schwestern um 30 Patienten.

Die Rettungsleitstelle in Stendal hat insgesamt für den Landkreis einen recht ruhigen Jahreswechsel verzeichnet. Im Bereich des Altkreises Havelberg wurde von Silvester an bis gestern Nachmittag keine Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert.

Und auch aus Sicht des Revierkommissariates in Havelberg war es ein sehr ruhiges erstes Wochenende 2011. Bis auf wenige Unfälle, die die Polizeibeamten aufnahmen, gab es keine größeren Vorkommnisse. Die Unfälle blieben zum Glück ohne größere Folgen, denn verletzt wurde niemand.

Am Silvestertag ist gegen 7.30 Uhr ein Perleberger auf der B 107 zwischen Havelberg und Glöwen unterwegs. Er musste einem Ast ausweichen. Beim Wiedereinordnen geriet sein Auto auf glatter Fahrbahn ins Schleudern, drehte sich um die eigene Achse und landete mit dem Heck im Graben. Etwa zur gleichen Zeit war ein Ford-Fahrer auf der B 107 zwischen Wulkau und Sandau unterwegs. Er stieß mit einem Hasen zusammen.

Am Neujahrstag kollidierte ein Fahrer aus dem Brandenburgischen gegen 13.15 Uhr mit einem Reh, als er die Landesstraße 18 von Molkenberg aus in Richtung Rehberg befuhr.

Eine Stunde nach Mitternacht ist ein Kraftfahrer aus Sandau am gestrigen 2. Januar auf der B 107 zwischen Schönfeld und Sandau am Abzweig Wulkau trotz Gefahrenbremsung mit einem Reh zusammengestoßen. In allen Fällen wurden die Autos beschädigt, die Tiere verendeten.

Zu tun hatten, wie schon den ganzen Dezember durch, auch wieder die Winterdienste. Allerdings gab es keinen Neuschnee, es taute auf Straßen und Wegen und fror wieder.