Das Schullandheim Klietz kann sich über eine weitere Flutspende freuen: 600 Euro übergab ein Landwirt aus Niedersachsen.

Von Ingo Freihorst

Klietz l Es war schon beeindruckend gewesen: Immerhin 20 Traktoren und einen Lkw hatte der Landwirt Cord Meyer aus Höperhöfen im Landkreis Rotenburg-Wümme im November zusammenbekommen, um Futterspenden ins Ostelbische zu bringen. 280 Kilometer weit war der imposante Treck ins Elb-Havel-Land gefahren, wo die Landwirte dringend auf Futterspenden angewiesen waren. Denn auf einst überflutetem Grünland wächst vorerst kein Grashalm mehr.

Die Spenden - es waren immerhin 615 Rund- und Rechteckballen zusammengekommen - wurden an Agrargenossenschaften und Landwirte in Wust-Fischbeck, Scharlibbe und Neuermark-Lübars verteilt. Um den Transport zu finanzieren, waren Sponsoren gesucht und gefunden worden. Von den insgesamt 4500 Euro - weit mehr als erhofft - blieben nach Abzug aller Unkosten noch 600 Euro übrig.

Frau stammt aus Klietz

Diese Summe bekam nun das Klietzer Schullandheim. Hier hatten die Traktoristen damals auch übernachtet und waren gut beköstigt worden. Das Heim hatte zwar nicht direkt im Wasser gestanden, die Flut mitten in der Saison hatte aber für einen erheblichen Umsatzeinbruch gesorgt.

Cord Meyers Frau Dorina - eine geborene Wendland - stammt aus Klietz. Sie ist als Landwirtin im Elbe-Weser-Dreieck ebenfalls selbständig, bewirtschaftet um die 50 Hektar Grünland und hatte nach dem nassen Frühjahr noch allerhand von der guten Heuernte über, was sie den Flutopfern in ihrer alten Heimat spenden wollte. Die Aktion hatte im "nassen Dreieck" zwischen Hamburg und Bremen dann weite Kreise gezogen, berichtete Cord Meyer den Klietzern.