Gestern haben Havelberger Schüler die ersten beiden Projekte beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Halle vorgestellt. Morgen werden fünf Projekte in Stendal präsentiert. Das Schülerinstitut SITI ist dieses Mal mit 17 jungen Forschern vertreten.

Havelberg l Mit dem Blauen Herz durch Havelberg spazieren und Sehenswürdigkeiten der Hansestadt entdecken: Das ist ein Ziel des sogenannten Android-Spiels für Handy und Tablet, an dem Paul Schutzbach, Paul Weis und Daniel Knackmuß in den vergangenen Monaten gearbeitet haben. Gestern präsentierten sie ihr Projekt beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Halle. Sie siegten in ihrer Kategorie und fahren zur Landesmeisterschaft.

Ebenfalls dort waren Byron Zeitschel und Maximilian Thiel aus der 12. Klasse. Sie haben im Auftrag einer Firma eine Sortieranlage zur Kundenkommunikation hergestellt und waren damit auf Messen unterwegs, berichtet SITI-Chef Dr. Hannes König. Mit diesem Hingucker will das Softwareunternehmen besser bei Messen mit Besuchern in Kontakt kommen. Im Rahmen der besonderen Lernleistung beim Abitur untersuchen die Gymnasiasten zudem, wie mit der Sortieranlage Besucher erreicht werden. Man kommt besser ins Gespräch, weckt die Neugier auf den Stand, haben sie festgestellt. Für sie gab es den zweiten Platz.

Mobile Dusche und intelligenter Schirm

Am morgigen Donnerstag hofft das SITI auf weitere gute Platzierungen beim Wettbewerb in Stendal. Benno Gerber und Malte Wischer aus der 6. Klasse haben einen Lego-Display-Roboter gebaut. Dafür verwendeten sie ein altes LED-Display und brachten es auf ein neues Modul. Genutzt werden soll der Roboter etwa für das Kino in der Lego-Stadt des SITI oder auch zum Tag der offenen Tür im Schülerinstitut.

Eine mobile Dusche für Laufwettbewerbe haben die Acht- und Neuntklässler Lea Czapura, Leon Thranow und Martie Hille entwickelt. Im vergangenen Jahr gab`s zum Hafentriathlon bereits eine Probe. Die Triathleten können beim Wechsel vom Radfahren zum Laufen zum Erfrischen durch die Dusche laufen. Über eine Lichtschranke wird der Wasserlauf in Gang gebracht.

Weil sie beim letzten Urlaub beobachteten, wie sich Sonnenschirme bei kräftigem Wind am Strand selbständig machten, haben die Zehntklässler Gilian Ende und Pascal Pehl an einem intelligenten Sonnenschirm gearbeitet. Dieser faltet sich bei Wind automatisch zusammen und spannt sich von allein wieder auf, wenn die Gefahr vorbei ist. Handbetrieb ist außerdem möglich.

"Mit QR-Codes zur Buga" heißt das Projekt von Mareike Wulsch, Elisabeth Schneider und Luci Kunert aus der 9. Klasse. Mit diesen Codes könnten Buga-Besucher per Handy Interessantes über Sehenswürdigkeiten oder zu Pflanzen erfahren. Sie haben eine Säule aus Holz hergestellt. Größen und Materialien sind variabel. Bei der Präsentation auf einer Internetseite haben sie mit dem Dom angefangen. Ihre Idee: Junge Leute für die Buga und besondere Bauten zu interessieren.

Die Aerodynamik bei Miniautorennen haben die Neuntklässler Patrick Zehle und Jonathan Gierke untersucht. Hintergrund sind die Formel-Future-Autorennen, für die Autos bisher nach Gefühl mit Spoilern ausgestattet werden, um sie schneller zu machen. Die beiden wissen jetzt, mit welchen Rädern und Spoilern die Chancen gut stehen, die Rennen zu gewinnen.

Hannes König freut sich, dass wieder viele interessante Ideen umgesetzt worden sind, von denen viele nachgenutzt werden können.

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