Im Rahmen der Gestaltung der Grünkorridore der Stadt Havelberg gibt es auch ein Bürgerprojekt. Mit diesem sind die Einwohner aufgerufen, dabei mitzuhelfen, die Innenstadt zu verschönern. Am 25. März sind alle Interessierten zu einer Info-Veranstaltung im Rathaus willkommen.

Havelberg l Sieben Bereiche Havelbergs sollen sich im Zuge des Grünkorridor-Projektes bis zur Bundesgartenschau verschönern. Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann hatte den dafür ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen und ist nun mittendrin in der Umsetzung. Die Bepflanzung etwa im Dombereich und am Salzmarkt ist Ende vergangenen Jahres erfolgt. "Wir sind schon bei der Pflege, denn aufgrund der Trockenheit und der Wärme müssen die Bäume bereits gewässert werden", berichtet Daniela Süßmann.

Für das Bürgerprojekt sind Einladungen an die Hauseigentümer verschickt worden. Doch sind alle Bewohner und Gewerbetreibenden der Stadtinsel eingeladen, wenn am Dienstag, 25. März, ab 18.30 Uhr im Rathaus über das Vorhaben informiert wird. "Unser Ziel ist es, bei der Umsetzung der Ideen aus dem Wettbewerb die Bürger mitzunehmen und der Altstadt mehr Gesicht oder, da wo sie schon gestaltet ist, ein freundlicheres Aussehen zu geben", sagt Daniela Süßmann. Die Havelberger können sich aktiv in den Verschönerungsprozess einbringen, indem sie von der Stadt finanzierte und gepflanzte Grünanlagen pflegen und warten. Oft sind von einstiger Bepflanzung etwa in Rankgerüsten nur noch vertrocknete Pflanzen zu sehen. Diese werden durch neue ersetzt, müssen aber gepflegt werden. "Wir haben eine Bestandsaufnahme gemacht und zeigen an dem Tag Fotos. Wir geben zum Beispiel Tipps, wo Pflanzen geschnitten werden können und welche Pflanzen sich für die Balkonbepflanzung eignen", erklärt die Landschaftsarchitektin. Duftende Rosen, leuchtende Clematis und rankende Hortensien sollen die Stadt zum kräftigen Blühen bringen. Sie hofft auf viele Freiwillige, die sich der Pflanzen annehmen.

Für die auf der Stadtinsel geplanten Blumenkübel läuft die Ausschreibung. Noch vorbereitet wird das Gestaltungsvorhaben am Ufer der Flethe. Für die Beschriftung der Info-Stelen gibt es Gespräche mit dem Prignitz-Museum und der Stadt.

Baustart ist für den 1. April geplant

Für die Arbeiten am Salzmarkt, wo eine Mauer die ursprüngliche Raumkante wieder herstellen soll, und kleinere Pflasterarbeiten ist Baustart am 1. April. Für die am Havelvorland geplante Aussichtsterrasse werden die Arbeiten mit denen für den Straßenbau abgestimmt. Hier muss erst der neue Mischwasserkanal eingebracht werden. Im Zuge der Tiefbauarbeiten werden die Fundamente für die Terrasse gesetzt, berichtet Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski. Aufgewertet werden das Umfeld der Kirche und der Rathausplatz. Gestaltet werden außerdem der Propsteiplatz und der Ehrenfriedhof.

Eine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Plan im Wettbewerb gibt es bezüglich der sogenannten Einhausung der gastronomischen Einrichtungen. Diese sollten mit Motiven der Stadtsilhouette wie Dom, Fisch, Krone und Welle als wiederkehrendes Element - das auch die Info-Stelen ziert - die Sommergastronomie begrenzen. Diese Elemente könnten nun in die Gestaltung der leerstehenden Schaufenster einbezogen werden, für die Kulturmitarbeiterin Marina Heinrich derzeit mit Kitas, Schule und Hort spricht.

600000 Euro stehen insgesamt für den Wettbewerb zur Verfügung. Für die Baustellen hat Daniela Süßmann vorgeschlagen, sie zu Schaustellen zu machen, indem anhand von Fotos und Beschreibungen zu erkennen ist, was gebaut wird und wie der Baufortschritt ist. Für den 25. März freut sie sich auf viele Teilnehmer an der Info-Veranstaltung.