Kamern l Gewöhnungsbedürftig sieht er schon aus, der Kamernsche Badestrand nach der Flut: Wo früher üppiges Grün vorherrschte, dräut nun ein beängstigendes Grau, der einst fast durchgängige Schilfgürtel ist bis auf modernde Reste am Badesteg fast komplett verschwunden. Ebenso die zahlreichen Bäume, die einst das Ufer säumten und den hier Erholung Suchenden Schatten spendeten. Nur noch Stümpfe künden von den Pflanzen.

Doch das Leben muss weitergehen, irgendwann wollen die Kamernschen und ihre Gäste auch mal wieder baden gehen - das dachten sich auch Marion Gortat und Arno Brandt. Sie telefonierten herum und fragten wegen eines Arbeitseinsatzes nach. Dieser fand jetzt am Freitagnachmittag statt: Eine örtliche Firma stellte säckeweise Rasensamen zur Verfügung, die Agrargenossenschaft drehte vorher mit der Kreiselegge ihre Runden.

Danach waren vor allem Harken gefragt, um den Boden zu ebnen - alle Altersklassen waren bei der Arbeit vertreten. Benötigt wurden zudem viele Gefäße, um den Rasensamen auszubringen. Auch Äste wurden am Ufer eingesammelt. Zwar wird hier bald noch viel gebaut, doch das Grün ist dann auch wieder zu sehen.