Zwei "geburtenstarke" Tage hat es mit Mittwoch und Donnerstag in der Grundschule in Sandau gegeben. Mehr als zehn kleine Lebewesen erblickten hier in einem Klassenraum das Licht der Welt.

Sandau l Lautstarkes Gepiepse aus dem Brutkasten verriet den Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen 3 und 4 gestern zu Unterrichtsbeginn: Die ersten Küken sind geschlüpft. Die Freude darüber war natürlich riesengroß. Denn damit hatte sich die mittlerweile dreiwöchige Projektarbeit nun auch endlich ausgezahlt. "Wir haben das Projekt schlicht und einfach nur ,Hühnereier ausbrüten` genannt", erzählt Lehrerin Birgit Kose. Die Schüler seien gleich Feuer und Flamme dafür gewesen, denn das Küken in ihrem Klassenraum zum Leben erweckt werden, das hat es an der Sandauer Schule bisher noch nicht gegeben.

Allerdings war das Projekt auch eine Geduldsprobe für die Dritt- und Viertklässler, denn gut 20 Tage lang passierte mit den anfangs in den Brutofen eingelegten 42 Hühnereiern, die im Laufe der Zeit auf 37 reduziert werden mussten, weil sich in fünf Eiern kein Leben bemerkbar machte, äußerlich so gut wie nichts. Die Kinder lernten jedoch - hauptsächlich von Bernd Neumann vom Sandauer Kleingärtner- und Kleintierzüchterverein, der das Projekt vom Anfang bis zum Ende begleitet -, welche wichtigen Regeln beim Ausbrüten von Eiern in einem Brutkasten zu beachten sind: zum Beispiel Lärm und Erschütterungen zu vermeiden, die Stromversorgung nicht zu unterbrechen, ständig die Bruttemperatur einzuhalten, die Eier regelmäßig zu wenden und immer wieder Wasser nachzufüllen.

Wechsel in Aufzuchtbox

Nach einer Woche wurde es dann zum ersten Mal richtig interessant, als Bernd Neumann jedes Ei durchleuchtete und dessen Gewicht notierte. Wiederum eine Woche später konnten die Schüler beim erneuten Durchleuchten dann schon Leben im Eiinneren beobachten. Und am Mittwoch dieser Woche waren die ersten beiden Eier dann - endlich - von innen etwas aufgepickt. Das Zeichen dafür, das die Küken sich langsam, aber sicher den Weg nach draußen bahnten.

Eine Woche werden die flauschigen Tierchen in einer warmen Aufzuchtbox noch Gäste in der Schule sein. Denn die Grundschüler wollen sie in den ersten Tagen auch gut füttern und mit Wasser versorgen.

 

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