Schönhausen (sl). Es war ihr schönstes Weihnachtsgeschenk, das sie je erhalten hat! Die Information, dass sie die Stelle der neuen Sekretärin im Schönhauser Gemeindebüro bekommen habe, machte Petra Volke "sehr sehr glücklich", erzählt sie am Montag, ihrem ersten Arbeitstag im Rathaus. Sie löst die in den Ruhestand ausgeschiedene Karin Spintig ab. Erst im Oktober war Petra Volke, geborene Karallus, zurück nach Schönhausen, ihren alten Heimatort, gezogen. Hier ist sie aufgewachsen, machte eine Lehre bei Thermoplast. Über 30 Jahre lebte sie in Berlin, war bei mittelständischen Baufirmen im Büro tätig. "Auch da war man meist ,Mädchen für alles‘, ich bin also flexibel und freue mich auf die neue Herausforderung", so die 55-Jährige. Irgendwann einmal zurück in die Heimat zu kommen, stand für Petra Volke immer fest. Als sie im vergangenen Jahr arbeitslos wurde und sich die Besuche in Schönhausen mehrten, fiel ihr die Stellenausschreibung im Schaukasten auf. Dass ihre Bewerbung tatsächlich berücksichtigt wurde, freute sie. "Beim Vorstellungsgespräch, zu dem wir mehrere Frauen eingeladen hatten, machte Petra Volke einen sehr guten Eindruck und am Ende fiel die Entscheidung für sie", ist Bürgermeister Alfons Dobkowicz zuversichtlich, dass er in Petra Volke eine genauso zuverlässige Hilfe findet wie in Karin Spintig. Diese hat ihre Nachfolgerin in die wichtigsten Dinge eingearbeitet. Wenn in ein paar Wochen am Arbeitsplatz alles rund läuft, will sich Petra Volke auch einen Verein suchen, in dem sie mitmachen kann. Denn sie möchte sich wieder ins Dorfleben integrieren. "Man kennt zwar noch viele Leute vom Namen her, aber ich war über 30 Jahre weg, da muss man sich erst wieder einleben. Aber das ist hier in Schönhausen sicher nicht schwer", ist die 55-Jährige zuversichtlich.