13 Jahre leitete Egbert Läufer den Klietzer Heimatverein "De Dörplüe". Zeitlich ist er dazu nicht mehr in der Lage. Er und drei weitere Vorstandsmitglieder schieden aus dem Gremium aus.

Klietz l Elke Joachim wurde am Freitagabend auf einer sehr emotionsgeladenen Jahreshauptversammlung zur neuen Vorsitzenden gewählt. Egbert Läufer, der dem Verein seit der Gründung vor 13 Jahren vorsteht, "geht mit einer Träne". Aber seine persönliche Lage lasse es nicht mehr zu, "sich dem Verein in dem erforderlichen Maße zu widmen", begründete der bei Hamburg Lebende seine Entscheidung. "Zurückblickend haben wir viele Erfolge erzielt und andere haben sich ein Beispiel an uns genommen. Vereinsarbeit ist nicht immer einfach, was wir in jüngster Zeit immer wieder erfahren mussten." Gerade auch im vergangenen Jahr habe es bedingt durch die Flut Einschnitte gegeben. So ist das traditionelle Erntedankfest ausgefallen, "es gab nach der Katastrophe nichts zu feiern".

Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden sind Anja Beer, Klaus Schreiber und Torsten Strackhaar. Die Vereinsmitglieder haben folgende Vertreter in das neue Gremium gewählt: Elke Joachim wird von Günter Bähne, Waldi Eckert und Edith Läufer vertreten, um die Finanzen kümmert sich weiterhin Carmen Marks, neue Schriftführerin ist Antje Schulz und neuer technischer Leiter Detlef Furchheim. Als Beisitzer fungiert Mario Zakrzewski.

Aus 49 Mitgliedern besteht der Verein, der altes Brauchtum pflegen und erhalten will, derzeit. Herzstück ist das Heimatmuseum auf dem Hof von Familie Läufer. Bedingt durch die Ereignisse im Sommer ist die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr um 717 zurückgegangen. Insgesamt wurden 838 Gäste auf dem Hof begrüßt. Das waren 399 Kinder und Jugendliche in 16 Gruppen aus dem örtlichen Schullandheim, 18 weitere Gruppen mit 252 Personen sowie 187 Gäste bei fünf Veranstaltungen. Mario Heidepriem und Marlies Hampel sind derzeit über die Gesellschaft für Arbeitsförderung auf dem Hof eingesetzt, gerade beendet ist die Maßnahme von Eveline Zakrzewski.

Gefriertruhe, Kettensäge und Holzspalter konnten im vergangenen Jahr neu angeschafft werden. "Und auch dieses Jahr wird Geld für Investitionen benötigt. Eine bereits zu Jahresbeginn eingegangene 700-Euro-Spende ist ein guter Anfang", erklärte Kassenwartin Carmen Marks. Ihr bescheinigte Kassenprüferin Rosi Eckert eine korrekte Abrechnung.

Am Museumstag am 18. Mai dreht sich auf dem Museumshof alles um Wolle. Die Spinngruppe zeigt die Arbeitsschritte vom Kadieren bis zum Spinnen, voraussichtlich ist auch die Schafschur zu sehen. Erntedank wird am 20. September gefeiert. Dazu kommen weitere vereinsinterne Veranstaltungen.

Bilder