Fischbeck (asr) l Den Pachtzins um die Hälfte zu kürzen, hat der Vorstand der Jagdgenossenschaft Fischbeck den Mitgliedern auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung vorgeschlagen - alle stimmten zu. Denn die Jagdpächter Jens und Werner Sperling aus Tangermünde konnten im vergangenen Jahr nach der Flut ihrer Aufgabe kaum mehr nachgehen. Vor allem das Rehwild wurde stark dezimiert und jetzt gibt es einen starken männlichen Überhang. Denn die Ricken, die im Juni 2013 mit ihren Kitzen unterwegs waren, ließen ihren Nachwuchs nicht allein und brachten sich nicht in Sicherheit.

Auch die Aktivitäten der Jagdgenossenschaft ruhten in den zurückliegenden Monaten, weil jeder mit sich selbst zu tun hatte. Denn alles Land der 32 Mitglieder war geflutet. "Wenn alle Flutschäden beseitigt sind, starten wir wieder neu", so der Vorstand. Dennoch unterstützt er auch in diesem Jahr das Kinderfest des Sport- und Kegelvereins mit einem finanziellen Obolus.

Beschlossen hat die Mitgliederversammlung, die Initiative des Landesverbandes der Jagdgenossen, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, zu unterstützen. Wenn es nötig sein sollte, müssen die Jäger im Ernstfall jagdlich eingreifen können.

Dem Kassenwart Hans-Jürgen Gaede, der von einer solide aufgestellten Jagdgenossenschaft berichtete, bescheinigten die Kassenprüfer gute Arbeit. So konnte dem Vorstand mit dem Vorsitzenden Dieter Northe, dem Stellvertreter Michael Briest, dem Schriftführer Jürgen Mund und dem Beisitzer Hubertus Northe Entlastung erteilt werden.