Havelberg l In zweieinhalb Wochen sind 5831 Wählerinnen und Wähler aus dem Bereich der Einheitsgemeinde Havelberg aufgerufen, ihre Stimme für den Kreistag abzugeben. Einige weniger sind es - 5820 -, die den Stadtrat wählen können, und 5729, die an der Europawahl teilnehmen dürfen. Für letztere sind ab 18-Jährige wahlberechtigt.

Der Unterschied bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen, wo das Wahlalter bei mindestens 16 Jahren liegt, ist darin begründet, dass der Stadtrat erst von denjenigen gewählt werden darf, die mindestens drei Monate in der Einheitsgemeinde wohnen, erklärt Evelin Bullwan vom Hauptamt der Stadtverwaltung. Hinzu kommen die Ortschaftsratswahlen.

Seit Dienstag ist das Briefwahllokal im Havelberger Rathaus geöffnet. Etliche Anträge auf Briefwahlunterlagen wurden bereits abgearbeitet. Am Dienstag kamen auch schon die ersten Wähler, die sich Unterlagen abholten oder auch gleich direkt gewählt haben. Zu Beginn fehlten noch die Briefwahlunterlagen für die Europawahl, weil es Probleme mit der Lieferung gab. Doch sollten sie gestern im Rathaus eintreffen.

Neun Wahllokale in der Einheitsgemeinde

Das Briefwahllokal ist zu den Sprechzeiten des Rathauses geöffnet: Dienstag 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr, Donnerstag 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr. Am Freitag, 23. Mai, ist bis 18 Uhr geöffnet. Allerdings sollte für die Europawahl bedacht werden, dass noch der Postweg nach Stendal eingehalten werden muss. Zwar ist für den Landkreis auch eine Leerung der Postkästen für Sonntag vorgesehen, doch wer sicher gehen möchte, erledigt seine Briefwahl besser eher, sagt Evelin Bullwan.

Neun Wahllokale gibt es wieder in der Einheitsgemeinde. In Havelberg sind es mit dem Rathaus und den Kitas "Zwergenland" und "Regenbogen" drei, die anderen sind in den sechs Ortschaften. Einen neuen Ort gibt es für das Wahllokal in Warnau, wo nicht mehr im Kindergarten gewählt wird, sondern in der Mehrzweckhalle am Havelweg 6. Damit gibt es dort ein weiteres barrierefreies Wahllokal. Insgesamt sind sieben auch für Rollstuhlfahrer nutzbar, lediglich im "Zwergenland" und in Kuhlhausen gibt es keine Barrierefreiheit. Das ist auf den Wahlbenachrichtigungen auch so vermerkt.

Notvariante gibt es in Briefform

Aufgrund dessen, dass die Wahlbenachrichtigungskarten dieses Mal nicht rechtzeitig von der Druckerei geliefert worden sind, hatte die Stadt eine Notvariante in Briefform auf eine A-4-Seite gedruckt. Das wurde offensichtlich nicht von jedem als Wahlbenachrichtigung wahrgenommen. Wer am Wahlsonntag, 25. Mai, in sein Wahllokal geht, kann dennoch wählen, da er im Wählerverzeichnis steht.

Allerdings kann ohne Benachrichtigung kein Antrag auf Briefwahl gestellt werden. In Ausnahmefällen kann eine Zweitschrift in der Einwohnermeldestelle ausgestellt werden, erklärte Evelin Bullwan das Prozedere.