Havelberg. Seit vielen Jahren ist es Sitte, dass Thomas Krispin, der Vorsitzende des Heimatvereins Havelberg, im Namen des Vorstandes zum Jahreswechsel die Mitglieder im Jahresbrief über das abgelaufene Jahr informiert. So erfahren auch jene Mitglieder, die in weiter entfernten Regionen wohnen, von der regen Arbeit der Heimatfreunde.

Ein großes Ereignis für die Freunde der Dom- und Hansestadt war die Wiedereinweihung des Denkmals für die Veteranen der Befreiungskriege gegen Napoleon (1813 bis 1815) auf dem Stadtfriedhof. 1865 war es hier errichtet worden. Nach Kriegsende wurde es an Ort und Stelle vergraben, erst 2004 erblickte es wieder das Licht der Öffentlichkeit. Heimatfreund Helmut Knopf hatte die Suche initiiert.

Leider gelang es nicht, die für die Restaurierung benötigten Fördermittel aufzutreiben. Holger Schulz sorgte darum in Eigenregie für eine Restaurierung. Weil Geld nur begrenzt zur Verfügung stand, blieb die Tafel am Sockel eine Replik, der Adler wurde lediglich aus Holz gefertigt. "Dank des großen Engagements konnte mit einem Bruchteil der Mittel sehr viel erreicht werden", heißt es im Brief. Am 20. November erfolgte die Wiedereinweihung. Der Heimatverein beteiligte sich mit 500 Euro an den Kosten.

Für das hölzerne Denkmal des Bischofs Johann von Wöpelitz im fast gleichnamigen Havelberger Ortsteil stellte der Verein 200 Euro zur Verfügung. Von dem Geld fertigte Hans-Dieter Haßkerl zwei robuste Bänke an.

Eine umfangreiche Arbeitsmappe erarbeitete die Arbeitsgruppe "Stadtgrün" unter der Leitung von Dr. Hans-Jürgen Nisch nicht nur mit Blick auf die Buga 2015. Die vielen Vorschläge und Ideen zur Verbesserung des Stadtbildes fanden in der Stadtverwaltung leider nicht die gewünschte Beachtung, wird im Jahresbrief bedauert.

Einmal jährlich geht es auf Exkursion, diesmal führte sie nach Brandenburg zum Dom und danach zur Kürbisausstellung nach Klaistow. Auf der Rückfahrt sangen alle gemeinsam Volkslieder im Bus. Eine weitere Fahrt führte zum plattdeutschen Theaterstück nach Gladigau.

2010 wäre auch wieder ein Plattdeutschfest fällig gewesen, doch wegen des abgerissenen Saales in der Bundeswehrkaserne musste es leider ausfallen. Weiterhin sehr beliebt sind die Treffs der Plattdeutschfreunde, die Erika Rittner organisiert. Immer mit dabei ist die seit elf Jahren bestehende Singegruppe, deren Chronik Christel Ruß in drei Ordnern zusammengefasst hat. Beim Vereinsfest am 23. Oktober in Nitzow stieß diese auf reges Interesse.

Über die Landschaftsgärten in Brandenburg berichtete Torsten Foelsch bei einem interessanten Vortrag im November im Dompfarrhaus. Mit dem gut besuchten und besinnlichen Adventsnachmittag am 11. Dezember im Paradiessaal klang das Vereinsjahr aus.

Der Verein unterstützte wie in den Vorjahren das Jugendzentrum mit 150 Euro, das Prignitz-Museum wurde mit 50 Euro bedacht. Der Jahresbrief klingt mit der Einladung zur Mitgliederversammlung aus. Diese wird am 26. Februar ab 14 Uhr im Rathaus stattfinden.

In diesem Jahr soll am 21. Mai ein rundes Jubiläum gefeiert werden: Der Heimatverein wird 20 Jahre alt.