"Wir Wuster sind hart und ziehen unser Sportfest trotzdem durch" meinte Mitorganisator Torsten Reumann am Pfingstsonntag angesichts der tropischen Temperaturen. Es wurde eine Hitzeschlacht.

Wust l Im Jahre 2011, zum 120. Gründungsjubiläum der Feuerwehr, hatten die Wuster eine Tradition aus DDR-Zeiten wieder aufleben lassen: das Sportfest am Pfingstsonntag. In diesem Jahr war es mit bis zu 34 Grad im Schatten besonders schwer für die Athleten. Zum Glück standen auf dem Schulsportplatz an der Kirche Bäume, die Schatten spendeten.

Alle Vereine und Gruppierungen des Ortes beteiligten sich am Fest: Der Karnevalsverein stellte Preise zur Verfügung, die Theatergruppe organisierte den Kuchenbasar, der Ortsverein backte im Backhaus in der Wuster Siedlung Pizza. Mitglieder der Feuerwehr, des Chores und des Sportvereins waren ebenso mit eingebunden, die Grundschule stellte für die Abnahme des Sportabzeichens ihre Gerätschaften zur Verfügung.

Geänderte Bedingungen für das Sportabzeichen

Los ging der Festtag auf dem Sportplatz an der Kirche mit der Abnahme des Sportabzeichens. 50- oder 100-Meter-Sprint, Kugelstoßen, Ballweitwurf und Weitsprung standen auf dem Plan - je nach Altersklasse oder Wunsch. Im Vorjahr war das deutsche Sportabzeichen 100 Jahre alt geworden, weshalb die Bedingungen reformiert wurden: So können die Frauen alternativ auch 20 Kilometer Rad fahren, statt Weitsprung können beide Geschlechter das Seilspringen wählen. Es darf auch geschwommen werden.

Letzte Station das Vormittags war der Ausdauerlauf, der Nachwuchs lief 800 oder 1000 Meter, die Erwachsenen hatten drei Kilometer in der Mittagsglut vor sich. Zum Glück war der Weg zur Siedlung beschattet, doch freute sich jeder Läufer, dass am Ziel ein Rasensprenger erfrischte. Im Backhaus duftete es lecker nach Pizza, Getränke waren natürlich heiß begehrt.

Sportlich ging es dann auch am Nachmittag auf dem Fußballplatz weiter. Eine Torwand war aufgebaut, daneben lag die Wurfbahn für die Gummistiefel, jeder Starter hatte drei Versuche. Und auch die Kegelbahn durfte nicht fehlen.

Vier Mannschaften hatten sich zudem zu einem Fußballturnier eingefunden. Die Wuster hatten ihre neue Partnerwehr aus dem brandenburgischen Milow eingeladen, zudem die Wehr aus Wustermark - beide hatten bei der Flutkatastrophe in Wust tatkräftig geholfen. Auch die Jugend stellte ein Team.

In der Baracke hatte die Theatergruppe den Kuchenbasar aufgebaut, sogar eine Quark-Sahne-Torte war dabei - mit zwei Kühlakkus. Ihr Märchen "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" wird übrigens am 5. und am 6. Juli aufgeführt.

Passend zur bevorstehenden Fußball-WM schminkten Brigitte Haberland, ihre Tochter Victoria und deren Freundin Aileen Schneider die Kinder mit den Deutschlandfarben.

Der sportliche und heiße Pfingsttag klang mit einem Tanzabend aus.

   

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