Wust (asr) l Viele Tränen flossen gestern an der Wuster Grundschule. Die Viertklässler würden gern noch an der schönen kleinen Schule bleiben. Und nur ungern ließen die Kinder und Lehrerinnen die Schulleiterin Annett Kaiser-Wenzlau ziehen. Weil die Wuster Schule ab dem neuen Jahr nur noch Außenstelle von Schönhausen ist, entfällt auch die Schulleiterstelle. Annett Kaiser-Wenzlau wechselt nach Grieben. Auch ihr fällt der Abschied schwer.

2012 hatte sie ihren ersten Arbeitstag in Klietz, nach dem Ausscheiden von Sigrid Reumann in den Ruhestand hatte für kurze Zeit Gunnar Berg aus Schollene die Schulleitung mit übernommen. "Es war eine tolle Zeit - wohl die schönste in meinem bisherigen Berufsleben! Ich nehme nur Positives mit. Hier herrschen optimale Bedingungen für die pädagogische Arbeit. Die Kolleginnen sind mit Herzblut bei der Sache und auch die Kinder machen uns das Unterrichten hier leicht. Die Arbeit im Kollegium war ein gegenseitiges Geben und Nehmen, ich war Teil eines verlässlichen Teams."

Für die kommenden zwei Jahre, in denen die Wuster Schule auf Anordnung aus Magdeburg Außenstelle von Schönhausen sein soll, wünscht Annett Kaiser-Wenzlau, dass das bewahrt wird, was die Wuster Schule ausmacht. "Es gibt hier viele tolle Projekte und Traditionen, die es wert sind, fortgesetzt zu werden", spricht sie beispielsweise die Patenschaft mit Valentina aus dem afrikanischen Malawi an. Noch nicht geklärt ist, wie es mit dem Titel "Unesco-Grundschule" weitergeht. Dieses hart erarbeitete Profil soll auf Wunsch der Wuster und auch der Schönhauser Lehrer übernommen werden. "Ich wünsche beiden Schulen, dass sie einen guten gemeinsamen Weg finden!" Damit verabschiedet sich die Jerichowerin. Nicht ganz: Dem Förderkreis mit weiteren Ehemaligen gehört sie weiterhin an.