Die Kreisstraße nach Neukamern war schon arg marode - jetzt wird sie komplett saniert. Möglich machte diese Investition die Flut des Vorjahres, welche auch diese Straße überflutet hatte.

Neukamern l Noch immer künden die mit Asphaltbrocken durchsetzten gewaltigen Erdhaufen auf dem angrenzenden Acker von der Flutkatastrophe - ganz in der Nähe war die Landstraße nach Wulkau geschlitzt worden, um den aus Fischbeck heranströmenden Wassermassen den Weg zur Havel zu bahnen. Das Wasser strömte natürlich auch über die Kreisstraße, die von hier aus nach Neukamern führt.

Um die 800000 Euro kostet die Komplettsanierung der Straße, eine Summe, welche der Landkreis allein niemals hätte aufbringen können. Dessen zuständiger Vertreter, Thomas Müller vom Sachgebiet Straßenbau, ist deshalb froh, dass es nun mit der Sanierung klappt - die holprige Straße hat es arg nötig. Gestern war Bauanlaufberatung.

Die Ausschreibung hatte die Firma Ostbau aus Osterburg gewonnen, welche in der Region schon an vielen Stellen gearbeitet hat. Die Planungsunterlagen von Carsten Braunschweig aus Stendal weisen aus, dass die Baustelle an der Einmündung zur Straße nach Kamern beginnt - die Naht zur im Vorjahr neu aufgetragenen Asphaltdecke ist deutlich zu sehen. Nach exakt 2128 Metern wird die Sanierung in Neukamern am Abzweig zum Schulsteig enden.

Baubeginn nach dem Pferdemarkt

Dieser dient während der Bauphase auch als Umleitungsstrecke, denn die Straße ist mit 5,5 Metern zu schmal, um den Verkehr halbseitig vorbeileiten zu können. In dieser Breite wird der Neubau auch wieder entstehen, nach dem Pferdemarkt sollen die Arbeiten beginnen. "Zeitnah wird dann noch einmal eine Pressemitteilung herausgegeben", versicherte Thomas Müller.

Geld bezahlt der Staat aus der Fluthilfekasse

Weil es ein Flutschaden ist, wird die Investition komplett aus dem Flutschadenfonds gezahlt, den das Land, der Bund und die EU aufgelegt hatten. Es erfolgt ein grundhafter Ausbau, wobei die Trasse etwas erhöht wird. In Neukamern muss aber ausgekoffert werden, denn das Niveau dort wird wieder an die Einfahrten angeglichen.

Los geht es an der Einmündung, enden werden die Arbeiten in Neukamern - etwa im November soll laut Zeitplan alles fertig sein. Im Anschluss sollen auch die toten Straßenbäume ersetzt werden, erklärte Thomas Müller. Doch wird das wieder aus einem anderen Topf bezahlt.