Welche Flutschäden wie beseitigt werden sollen, darüber informierte kürzlich das Bauamt den Gemeinderat Kamern.

Elbe-Havel-Land l Gesplittet worden waren die Anträge nach Schäden innerhalb der Kommune - diese bearbeitet das Landesverwaltungsamt - und nach jenen außerorts, welche vom Amt für Landwirtschaft geprüft werden, informierte Christine Wendt vom Bauamt. Erste Schäden wurden schon beseitigt, wie in der Gemeindescheune. Bewilligt wurden zudem die Sanierung von Feuerwehr und Turnhalle.

Für den Spielplatz der Kindertagesstätte gab es eine Teilbewilligung, die Ausschreibung läuft. Die Anträge für den Neubau von Jugendtreff und Kino und die Außenanlagen wurden im Nachhinein geteilt, hier wartet man ebenso auf die Bewilligung wie für die Reparaturen der Rahnsee- sowie der Hunnenbergbrücke.

Die Planung für den kompletten Radweg nach Wulkau läuft, er wird auf 2,25 Meter verbreitert - wobei der Grunderwerb nicht gefördert wird. Auch hier steht die Zusage noch aus. Mit der Sanierung der beiden gemeindeeigenen Bungalows im Freizeitbereich Schönfeld wird gewartet, bis das Areal erschlossen wurde.

Die Straße Am See soll eine Schwarzdecke erhalten. In der Straße Am Deich werden der alte Bitumen abgefräst, durch eine neue Schicht ersetzt und die Bankette saniert. Für die Straßenlampen sind neue Kabel beantragt. Das noch unbefestigte Ende des Schulsteigs wird als Rettungsweg 2,5 Meter breit gepflastert. Repariert werden soll auch der Geh- und Radweg am Neubau.

Bitumen soll auch der Seeweg in Wulkau bekommen, dazu wird der alte Beton gefräst oder zertrümmert. In Neukamern werden Teile der Dorfstraße und der Haltestelle erneuert. Ein grundhafter Ausbau in 5,5 Metern Breite mit Natursteinen ist für einen Teil der Schönfelder Dorfstraße beantragt, auch der andere wird grundhaft saniert. Auf 430 Metern soll auch die Dorfstraße in Kamern Pflaster erhalten, der Stichweg am Grundstück der Familie Herms soll Bitumen erhalten, die Birkenallee eine Betonfahrbahn samt Regenwasserleitung und Bankette.

Eine neue Bitumenschicht erhält der Weg zum Schönfelder Freizeitbereich, das ist derzeit in Planung. Als Rettungsweg mit Beton befestigt werden soll das nach Kamern führende Stück hinter dem Triftweg. In Rehberg ist der Wegebau im Gange, in Kürze ist Submission für den nach Neukamern führenden Weg.

Allerdings muss die Naturschutzbehörde in Stendal allen Wegebaumaßnahmen im Außenbereich zustimmen, was nicht immer einfach wird. So verweigerte diese ihre Zustimmung für den Rüdow- und den Triftweg. Und auch für den Sandauer Weg bei Wulkau - dabei ist gerade dieser arg ramponiert. "Ohne diesen Weg wäre auch die Befestigung der umliegenden Wege unsinnig", meinte Caren Pfundt. Das Amt will deshalb nachhaken.

Auch Vereine mit dabei

Über die Gemeinde Kamern laufen auch die Anträge von Vereinen: Jener der Bungalowsiedlung Hellberg benötigt eine neue Stromanlage, der Verein "neugierig" benötigt Geld für Schäden an der Schule.

Eine Diskussion gab es zum Weg, der auf der anderen Seeseite zum Campingplatz Schönfeld führt. Christian Leue meinte, dass Spurbahnen dort nicht nötig seien, weil die Brücke über den Trübengraben für Fahrzeuge ohnehin gesperrt sei. Für den Radtourismus und den Reiterhof sei der Weg samt Brücke aber als Rundkurs wichtig, erwiderte Caren Pfundt. Auch Detlef Rieck sprach dafür - man könne die Brücke abschließen, das habe früher auch gut geklappt.