Am Wohnhaus Platz des Friedens 10 gehen die umfangreichen Sanierungsarbeiten dem Ende entgegen. Die Havelberger Wohnbau GmbH lässt hier, in unmittelbarer Nähe zum Dom, fünf Wohneinheiten entstehen.

Havelberg l In dem historischen Haus wohnten bis vor einigen Jahren noch Mieter, und im Parterre hatten die Stadtwerke, der die Immobilie zuvor gehörte, ein Archiv. Der berühmte Zahn der Zeit machte aber auch vor diesem Haus keinen Halt. "Nach der Trockenlegung des Gebäudes, wozu eine Horizontalsperre zum Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich eingebracht wurde, hatte die Müggenbuscher Baufirma von Ulrich Kilian die Rohbau- und Innenausbaumaßnahmen übernommen", berichtet der Architekt Michael Wege.

Der Dachstuhl wurde von einem Holzgutachter bewertet und musste, da er stark beschädigt war, erneuert werden. Dabei wurde auch gleich, im Rahmen der energetischen Sanierung, eine hochwertige Dämmung mit eingebaut. Beispiele für energetische Maßnahmen nach dem Gesetz sind zum Beispiel eine angebrachte Wärmedämmung, der Austausch alter Fenster gegen besser isolierte und der Einbau einer modernen Heizung als Gas-Brennwerttechnik. Das wurde hier am Platz des Friedens alles verwirklicht.

Zierelemente wurden originalgetreu erneuert

Ein Schwerpunkt an dem historischen Haus war die Fassade, die denkmalgerecht saniert worden ist. Auch hier gehen die Arbeiten dem Ende entgegen. Unterstützung bei der Originalherstellung der Zierelemente erhielt die Müggenbuscher Firma vom Stuckateurmeister Mirko Schulz und von Albrecht Wietstruck aus Kyritz. "Das war eine gute Lösung, denn der Fassadenexperte Maik Brandt kann sich so von den Stuckateuren einige Handgriffe abschauen und dazulernen", findet Michael Wege. Mitte Oktober sollen die Malerarbeiten im Außenbereich abgeschlossen sein und das Gerüst verschwindet dann.

Die Treppe im Haus wird fertiggestellt, hier werden die Holzelemente der Belegung durch Granit ersetzt, und die Fußbodenarbeiten beginnen. Elektriker, Maler, Fliesenleger und andere Gewerke, überwiegend aus der Region, setzen zum Endspurt an. Im Oktober ist die erste Wohnungsübergabe. "Deshalb werden wir auch zum 1. Oktober die Heizungsanlage des Hauses in Betrieb nehmen", blickt der Geschäftsführer der Wohnbau Gerd Schulz voraus.

Die Wohnungen, die schon alle vergeben sind, haben Balkone auf der Hofseite erhalten. Dort entstehen auch Stellplätze und es wird eine kleine Ruhezone geben. Ein Zaun und eine Toranlage müssen noch versetzt werden. "Wir liegen aber gut im Zeitplan und das haben wir natürlich den einzelnen Gewerken zu verdanken", lobt der Architekt. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich zum Spätherbst abgeschlossen sein. Dann ist ein weiteres unansehnliches Gebäude im Dombereich verschwunden.

   

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