Einige Feuerwehr-Übungen sind jetzt im Elbe-Havel-Land angesetzt. Eine davon fand Freitagabend in Wust statt.

Wust l "Brennt es wirklich?" fragt ein besorgter Radfahrer, der am Freitag um 17.30 Uhr am "Wichtelhaus" vorbeifährt. Denn tatsächlich qualmt es aus dem Fenster im Obergeschoss. Doch der stammt nur von der Nebelmaschine, die Peter Jugler aufgestellt hat. Der stellvertretende Verbandsgemeinde-Wehrleiter sowie Jenny Wolff vom Ordnungsamt standen mit Uhr und Protokoll vor dem Haus, als die Leitstelle in Stendal den Alarm via "Pieper" auslöst, auch die Sirenen heulen.

Die Wuster, die abends eigentlich Ausbildung haben, eilen als Erste heran. Sie beginnen sogleich, die Wasserversorgung vom Hydranten nur rund 50 Meter vom "Wichtelhaus" entfernt aufzubauen. Auch vier Melkower und vier Sydower Kameraden treffen ein. Und kurz darauf auch die 13 Fischbecker, die ebenfalls alarmierten Kabelitzer nicht. Zum Glück waren die Fischbecker schnell ran. Denn die acht Wuster können zunächst keine zwei ausgebildeten Atemschutzgeräteträger stellen, Sebastian Stimming allein darf nicht ins Haus, erst später sind sie zu zweit. Fehlen aber immer noch zwei Kameraden, die unter Atemschutz ins brennende Haus können. "Auch hier wird deutlich, dass die Feuerwehren dringend Verstärkung brauchen. Denn selbst wenn auf dem Papier genügend Kameraden Mitglied sind, so sieht das beispielsweise durch arbeitsbedingte Abwesenheit im Ernstfall dann schon anders aus", sagt Jenny Wolff am Rande des Geschehens. Sie hält alle Vorgehensweisen und Zeiten fest. Auch, als das erste "Kind" gerettet ist. Die Fischbecker haben es aus dem oberen Geschoss geholt. Sie müssen wieder rein, denn ein weiteres Kind und eine Erzieherin werden noch vermisst.

Gegen 18 Uhr ist alles geschafft. Auch die zweite Wasserversorgung steht und das Haus bekommt noch eine abendliche Dusche.

Die erste kurze Auswertung ergab, dass im Großen und Ganzen alles geklappt hat, "ein paar Kleinigkeiten müssen ausgewertet werden", so Jenny Wolff. Zum Glück ist für die TS der Wuster gerade ein Ersatz bestellt worden, denn sie bringt nicht mehr die Leistung und ist störanfällig, wie sich auch bei der Übung zeigte.

Für den Verkehr, der sich derzeit wegen der Umleitung verstärkt durch Wust wälzt, gab es nur geringfügige Wartezeiten.

   

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