Das Benefizkonzert am 18. Juli dieses Jahres auf dem Havelberger Domplatz war zwar leider das (vorerst) letzte, dafür aber in der bis dahin zehn Jahre währenden Tradition auch das erfolgreichste.

Havelberg l "Schlussakkord in Moll - oder: Schluss mit Pauken und Trompeten" lautete das Motto des Benefizkonzertes. Zum letzten Mal hatten das Führungsunterstützungsbataillon 382 der Bundeswehr und die Stadt Havelberg dazu eingeladen. Denn mit diesem Konzert verabschiedete sich das Führungsunterstützungsbataillon 382, als aufzulösender Verband in der neuen Struktur der Bundeswehr, aus der Garnisonsstadt und damit auch aus dem Landkreis Stendal und dem Land Sachsen-Anhalt. Ab 2015 existiert es nicht mehr.

225 zahlende Zuschauer erfreuten sich an den Klängen des Heeresmusikkorps Neubrandenburg in großer Big-Band-Besetzung. Und sorgten mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte und mit weiteren "Zugaben" in die Spendenbüchse für einen Gesamterlös der Veranstaltung in Höhe von 2438,30 Euro. Eine Summe, die die beiden Hauptorganisatoren des Konzertes, namentlich Major Mike Thau - seit einigen Tagen ist er Oberstleutnant - und Bürgermeister Bernd Poloski, nun an das Bundeswehr-Sozialwerk übergeben konnten. Oberstleutnant Eberhard Zimmer, als stellvertretender Vorsitzender des Bereiches Ost im Bundeswehr-Sozialwerk, nahm den symbolischen Scheck mit viel Freude entgegen. "Es ist die höchste Spendensumme, die je ein Benefizkonzert in Havelberg erbracht hat", berichtete Mike Thau. Und fügte an: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Offiziere des Bataillons den Betrag noch auf 2500 Euro aufstocken werden."

Großes Dankeschön an Oberstleutnant Mike Thau

Bernd Poloski nutzte die Gelegenheit, sich bei Mike Thau für dessen federführende Rolle bei den Benefizkonzerten in all den Jahren seit 2005 zu bedanken. "Sie haben das immer wunderbar organisiert, und auch die Atmosphäre dazu hat immer gestimmt", lobte der Bürgermeister.

"Die Summe wird in unsere Aktion ,Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien` fließen", informierte Eberhard Zimmer darüber, wie das Geld verwendet werden soll. Dazu gehören zum Beispiel die Teilnahme an Freizeiten für diese Sorgenkinder, ganz sorgenfrei mit individueller Einzelbetreuung, rundum 24 Stunden am Tag. "Und den Eltern bietet das Bundeswehr-Sozialwerk zur gleichen Zeit einen Erholungsurlaub in einem seiner Häuser oder Hotels", so Oberstleutnant Zimmer.

Die gut 2500-Euro-Spende aus Havelberg sei eine prima Investition in diese Initiative. "Damit können wir einem Sorgenkind - damit sind hauptsächlich schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche gemeint - eine solche Ferienfreizeit finanzieren", kündigte er an. In der Regel würden diese mehrmals im Jahr in Bad Saarow stattfinden. Jedes Kind erhalte dabei einen eigenen Betreuer.