Die Eurocamps der Partnerstädte für junge Leute soll es auch künftig geben. Darauf einigten sich die Vertreter beim Treffen im britischen Warwick.

Havelberg l Nach Verden in diesem Jahr ist Warwick im nächsten Jahr Gastgeber für das Eurocamp. Beim sogenannten Vierertreffen von Donnerstag bis Sonntag vergangener Woche war das eines der Themen. Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski nahm daran mit der für den Jugendaustausch zuständigen Mitarbeiterin aus dem Hauptamt Evelin Bullwan, Kultur- und Tourismusmitarbeiterin Marina Heinrich und dem Stadtratsvorsitzenden Gerhard Imig teil. Beim Treffen dabei waren auch zwei Vertreter der italienischen Partnerstadt von Saumur, Formigine, denn sie ist an dem Jugendaustausch sehr interessiert. Auch künftig werden italienische Jugendliche teilnehmen können, wollen die Partnerstädte dem Wunsch der Italiener entsprechen.

"Die Einschätzung aller war, dass das Eurocamp in Verden eine tolle Sache war. Das hatten auch die jungen Leute so gesehen, die aus Havelberg teilgenommen haben", sagte der Bürgermeister. In Warwick ist im nächsten Sommer Kreativität gefragt. Die Fassade des Jugendzentrums soll ein großes Mosaik mit Motiven aus den Partnerstädten erhalten.

Die Havelberger haben beim Treffen in Warwick die Einladung zum Städtepartnertreffen im nächsten Jahr in der Hanse- und dann Buga-Stadt erneuert. Es soll vom 2. bis 5. Juli stattfinden. Auch Vertreter aus Formigine sind dazu eingeladen.

Einladung zur Buga

"Das Interesse an der Bundesgartenschau ist groß", berichtete Bernd Poloski. Bei diesem Treffen soll dann auch die Frage geklärt werden, ob es auch künftig leistbar ist, jährlich ein Partnerstädtetreffen stattfinden zu lassen oder diese möglicherweise alle zwei Jahre organisiert werden. Zugleich wurde der Wunsch geäußert, diese Treffen mit dem Termin der Eurocamps zu verknüpfen - vielleicht zum Ende hin -, um dann mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und zugleich die Ergebnisse der Arbeiten sehen zu können. "Einig sind wir uns alle, dass wir die Partnerschaft mit Besuchen aufrecht erhalten wollen", so der Bürgermeister.

Neue Projekte sollen jedoch nicht angeschoben, sondern die Jugendcamps konsequent fortgeführt werden. Damit sind die finanziellen Spielräume bei einigen Kommunen dann auch ausgeschöpft.

Die Vertreter der Partnerstädte diskutierten zudem die Frage, wie sich Europa versteht. Zuallererst fühle sich jeder als Engländer, Franzose, Italiener oder Deutscher und dann erst als Europäer. Die Besonderheiten der verschiedenen Nationalitäten in ganz Europa seien sehr verschieden. Doch stehe jeder zu Europa und die Partnerschaft werde als Mosaikstein dafür gesehen.

Zum Kennenlernen der Region führte ein Ausflug nach Coventry und der Coventry Cathedral als Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt, Partnerstadt Dresdens, wurde am 14. November 1940 fast vollständig bei einem deutschen Luftangriff zerbombt. In Warwick standen der Besuch des Schlosses und eine Bootstour auf den touristisch erschlossenen Kanälen auf dem Programm.