Schönhausen (asr) l Dankeschön zu sagen für die Unterstützung mit Geld und Tatkraft war das Anliegen des Schönhauser Reitvereins, der am Sonntag die Sponsoren an die Reithalle eingeladen hatte. Mit so herrlichem Herbstwetter am 2. November hatten die Organisatoren nicht gerechnet, "sonst hätten wir die Pferde vorgespannt und wären wie sonst auch zur Kremserfahrt aufgebrochen", so der Vorsitzende Jürgen Mund. Er blickte zur Begrüßung kurz auf das Sommerturnier zurück, das wohl das beste bisher war - es gab viele Besucher und Lob für die Zusatzangebote wie beispielsweise die Videotafel.

"Das alles ist nur durch Sie möglich", richtete Jürgen Mund den Blick in die Runde der Versammelten. An den Tischen im Mehrzweckraum hatten die Sponsoren Platz genommen und auch die Kameraden der Feuerwehr, die alljährlich den Parcours-Dienst übernehmen, "wir müssen schon gar nichts mehr sagen, alles läuft wie am Schnürchen".

Überhaupt werde die Organisation immer einfacher, weil jeder weiß, was zu tun ist. 60 Helfer sichern die dreitägige Großveranstaltung im Juni ab. Auch der Gemeinde dankte Jürgen Mund. Denn die Reitsportanlage gehört zu den schönsten in Deutschland. "Sie zu unterhalten, ist für uns als kleinen Verein gar nicht möglich. Der Bauhof ist bei unseren Veranstaltungen auch stets ein zuverlässiger Partner."

In der Gästerunde stand auch noch eine Gruppe mit acht unbekannten Gesichtern: eine Abordnung aus Büren bei Paderborn. Der Reitverein hatte im Juni 2013 eine Spendenaktion organisiert und Futter sowie Zubehör für Reiter, die von der Flut betroffen waren, nach Schönhausen gebracht. "Größte Herausforderung war nicht, die Spenden zusammenzukriegen, sondern sie die knapp 400 Kilometer nach Schönhausen zu transportieren", berichtet die Geschäftsführerin Ingrid Lutter. Seit der ersten Begegnung wächst eine Freundschaft zwischen beiden Vereinen. "Es ist gut zu wissen, dass es in der Not Menschen gibt, die helfen", erinnerte Jürgen Mund an das Gefühl, als die Spendentransporter am Sportplatz vorfuhren. Die Einladung zur Dankeschönfeier nahmen die Bürener gern an. Nachmittags, nachdem sie sich Soljanka schmecken lassen hatten, fuhren Jürgen Mund und Uwe Voigt die Gäste durch die Region, um zu zeigen, wie es anderthalb Jahre nach der Katastrophe aussieht. Die Bilder vom Juni 2013 waren den Gästen noch in Erinnerung. Sie sahen sich auch die Deichbruchstelle an und den bereits neuen Deich am Neuen Wiehl.

Jürgen Mund kündigte den Sponsoren und Helfern schon mal an, dass der Verein auch 2015 wieder anklopfen werde. Denn das Turnier vom 19. bis 21. Juni soll wieder so erfolgreich wie 2014 werden.

Dieses Jahr gibt es noch eine Veranstaltung: das Weihnachtsreiten am 20. Dezember, zu dem wieder Groß und Klein in die Halle eingeladen sind.