Die Schollener Bibliothek im Dachgeschoss des Arzthauses ist nicht nur montagnachmittags Treffpunkt für Leseratten, sondern an zwei Abenden auch für Hobbymaler.

Schollene l Seit dem Neustart des Volkshochschulmalkurses mit Christine Kowalkowski im Oktober ist der kleinere Medienraum das Domizil der Dienstags- und der Mittwochsmaler. "Wir müssen uns platzmäßig mehr einschränken als zuvor in der Schule, aber es geht", ist Christine Kowalkowski froh, dass die Gemeinde diese Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Wie eine große Familie

Die Stimmung unter den insgesamt 20 Hobbymalern ist bestens. Denn alle sind glücklich, dass es nach dem angekündigten Ende im Frühjahr nun doch weitergeht. "Wir sind wie eine große Familie, das Malen und Zusammensein mit den anderen tut einfach gut", schwärmt Regine Warrlich aus Klietz, die zusammen mit ihrem Mann Harald am Kurs teilnimmt. Udo Rebinski pflichtet dem bei: "Ich komme jeden Dienstagabend gern her, das Malen beruhigt ungemein." Auch Christine Kowalkowski, die einst Kunst am Gymnasium unterrichtete, ist glücklich, dass es ihr gesundheitlich besser geht und die Kurse nach zehn Jahren Fortsetzung finden können: "Es hat mir etwas gefehlt! Ich brauche Dinge, auf die ich mich freuen kann - die beiden Abende gehören dazu."

Mit dem Tangeln, für das man lediglich einen schwarzen Fineliner benötigt, hatte das Herbstsemester begonnen. Diese Maltechnik ist eine meditative Methode, um Ruhe, Gelassenheit und inneres Glück zu finden. Umgesetzt haben das die Dienstags- und Mittwochsmaler mit einer Lese-Eule als Motiv. Nicht ganz ohne Grund. Denn die Bilder sollen als Treppengalerie den Aufgang im Arzthaus hoch zur Bibliothek zieren. Es fehlen nur noch die Bilderrahmen, in denen die Eulen und auch alle künftigen Werke ausgestellt werden sollen.

Neue Technik: Kleingrafik

Gerade wurde mit einer neuen Technik begonnen: Kleingrafik. Lebendige grafische Motive werden in Miniartur umgesetzt, die Kombination von Licht und Schatten spielt hier eine entscheidende Rolle. Hauptthema soll dabei die Landschaft sein. "Aber wer gern ein anderes Motiv wählen möchte, kann das gern tun, ich schreibe nichts vor und bin selbst gespannt, welche Ideen die Teilnehmer haben", sagt Christine Kowalkowski.

Bis Anfang Dezember dauert das Herbstsemester noch. Das Thema für das im Februar beginnende Semester steht auch schon fest: "So bunt wie die Buga". Die Bilder werden also sehr farbenfroh. Außerdem werden die Volkshochschüler auch die Schilder gestalten, die am Ortsein- und -ausgang die Durchreisenden begrüßen und verabschieden.

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