Hinter ein weiteres Projekt im Maßnahmeplan "Wiederaufbau von Straßen und Brücken nach der Flut" kann der Landkreis einen Haken machen: Die Verbindung zwischen Fischbeck und Kabelitz ist fertig.

Elbe-Havel-Land l Der Verkehr rollt wieder zwischen Fischbeck und Kabelitz. "Ist eine schöne Rennpiste geworden", meinte Antonie Klühe am Montagmittag kurz vor der Freigabe augenzwinkernd. Sie und ihr Mann und auch weitere Dorfbewohner waren gekommen, um bei der Freigabe dabei zu sein. Eine richtige feierliche Einweihung wird es allerdings erst im kommenden Jahr geben, wenn auch das letzte Stück Straße samt Brücke kurz vor Kabelitz sowie die Kabelitzer Straße in Fischbeck fertig sind. Hier soll es losgehen, sobald das Wetter es im neuen Jahr zulässt.

"Schön, dass die Straße fertig ist", freute sich Bürgermeister Bodo Ladwig, der sich kurz von der Arbeit freigenommen hatte, um bei der Bauabnahme dabei zu sein. Er freut sich, dass ein weiteres Stück Wiederaufbau nach der Flut geschafft ist. Das Ehepaar Klühe erzählt, wie schön es ist, jetzt an der sanierten Straße am Kabelitzer Ortsausgang Richtung B188 zu wohnen - sie war bereits im Sommer erneuert worden. "Früher haben die Gläser im Schrank gewackelt, wenn ein Auto schnell vorbei fuhr - jetzt hören wir nicht mal mehr den Schulbus."

Das wird auch in der Kabelitzer Straße in Fischbeck so werden. Denn auch hier wird das holprige Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt. Für den Ausbau auf 500 Metern einschließlich Regenwasserkanal ist bereits der Auftrag vergeben. Zu den 500000 Euro Wiederaufbaukosten beim Landkreis kommen noch die Wiederaufbaumittel der Gemeinde für die Seitenbereiche (Gehweg und Straßenbeleuchtung) dazu.

Die Erneuerung der gut 1,3 Kilometer langen Verbindungsstraße hat 800000 Euro gekostet. Für die Brücke, die ab April neu aufgebaut werden soll, sind 500000 Euro veranschlagt.

Weiteres Projekt auf dem Flut-Maßnahmeplan des Landkreises ist der Ausbau der Wuster Ortsdurchfahrt (1,3 Kilometer) für anderthalb Millionen Euro. Die Ausschreibung läuft, Vergabe soll bis April sind, so dass 2015 und eventuell 2016 gebaut wird.

Außerdem wird im kommenden Jahr für 1,5 Millionen Euro die 6,7 Kilometer lange Straße von der B188 am Wuster Damm bis zum Abzweig Hohengöhrener Damm saniert.

Zu diesen kreislichen Straßenbaumaßnahmen kommen 2015/2016 etliche dazu, bei denen die Gemeinde Baulastträger ist. Die Autofahrer müssen sich also auf etliche Einschränkungen und Umwege einstellen.