Interessante Fundstücke haben Taucher in Höhe des Calvarienweges in der Havel gemacht.

Havelberg l Eisiger Wind, der in der Nähe der Havel noch intensiver zu spüren ist, veranlasst dazu, den Kragen hochzuschlagen. Beim Blick aufs Wasser, aus dem ein Taucher auftaucht, erreicht das Kältegefühl seinen Höhepunkt. Taucher der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Tangermünde waren auf der Höhe des alten Lokschuppens, am Calvarienweg, dabei, Unrat aus dem Wasser zu holen. "Während einer Tauchausbildung im November haben wir hier schon mal große Metallteile entdeckt. Mit Hilfe von Herbert Luksch, der einen Seilzug zur Verfügung stellte, konnten wir die schweren Teile bergen", berichtet Taucher Dietmar Schiess.

Als Erstes wurde an der Havel der Unterbau einer alten Lore aus dem Wasser gezogen, die total verrostet war. Das Teil hat vermutlich schon ein halbes Jahrhundert oder länger hier gelegen. Als Herbert Luksch es aus dem Weg räumte, um Platz zu machen für die nächste Bergung, drehten sich plötzlich alle vier Räder der alten Lore. So wie den alten Lokschuppen mit Wasserturm möchte Herbert Luksch nun auch diesen historischen Zeitzeugen wieder flott machen. Mit vereinten Kräften zogen die Männer dann das nächste Stück aus dem Wasser, das Torsten Schiess zuvor an der Kette befestigt hatte. Die Taucher trauten ihren Augen nicht. Ein großes, eigenartig aussehendes Rad kam ans Tageslicht. Niemand konnte dessen Herkunft zuordnen, denn so etwas hatten die Taucher noch nie gesehen. "Aber das bekommen wir noch raus, was das ist", zeigte sich Herbert Luksch sicher. "Vielleicht kann ein Leser sich daran erinnern, was es mit diesem Rad auf sich hat", fügte er an.

Bei weiteren Tauchgängen zogen die Männer von der DLRG dann noch Stahlhelme, die aber gleich zerbröselt sind, und einige alte Fässer aus dem acht Grad kalten Wasser. Danach waren die Taucher froh, ihre Anzüge ausziehen zu können und in warme Bekleidung zu schlüpfen.